Müll so weit das Auge reicht

Abfall, kaputte Europaletten, Autowracks: Das Gelände an der Matthias-Claudius-Straße verwahrlost zusehends
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping

Anwohner beschweren sich beim WOCHENBLATT über Müllansammlung in Neu Wulmstorf

Zersplitterte Euro-Paletten, Plastikmüll, Elektroschrott - rund um das ehemalige Möbel-Meyn-Gelände sammelt sich Unrat in allen Ecken. „Das ist gruselig hier“, beschwert sich Anwohnerin Nicole Stussnat, „zu dem Müll, der sowieso schon rumliegt, schmeißen andere noch ihren Hausmüll dazu. Der fliegt bei starkem Wind bis auf die B73.“ Täglich überquert die Neu Wulmstorferin mit ihrem Hund das Gelände, aber gern geht sie dort nicht mehr lang. Die Wiese meidet sie nach Möglichkeit ganz. „Da liegt so viel, woran sich mein Hund verletzen könnte, zerschlagene Glasflaschen und Ähnliches. Sogar Eisenstangen hab ich schon gefunden.“

Doch das ist noch nicht alles: „Neulich haben wir mal abends in das Gebäude geschaut. Drin sind schon die Ratten langgeflitzt - eklig!“ Ein Blick durch die Scheibe zeigt: Der Müll von draußen findet im Gebäudeinneren seine Fortsetzung. Abgerissene Zapfanlagen, aufgeschlitzte Polstermöbel, ein alter Cola-Kühlschrank und einiges, was schwer nach Sondermüll aussieht, türmen sich im ebenerdigen Raum des Gebäudes.

„Ich verstehe nicht, dass dagegen nichts unternommen wird. Das ist doch kein Zustand!“, empört sich die Anwohnerin. Ins Gesamtbild fügen sich auch alte Autos, gefüllt mit Abfall, die Scheiben eingeschlagen. „Nachts wird hier mittlerweile randaliert“, berichtet Nicole Stussnat. „Die Fenster an den Autos wurden erst kürzlich eingeschlagen.“ Ein humoriger Anwohner hat inzwischen aus dem Müll eine Vogelscheuche gebaut, doch Nicole Stussnat ist das Lachen schon längst vergangen.

Auf WOCHENBLATT-Anfrage will die Gemeinde Neu Wulms-torf der Sache nun auf den Grund gehen. Das Ordnungsamt wird sich in Kürze vor Ort ein Bild der Situation machen, um mögliche Gefahren einzuschätzen und den Besitzer zu ermitteln. Handelt es sich um Gemeindegrund, wird die Gemeinde selbst tätig werden, ist es Privatgrund, wird die Gemeinde an den Besitzer herantreten.

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