Niedersachsen fördert Digitalisierungsprojekt
Landwirtschaftsministerin übergibt Förderbescheid an Unterhaltungsverband Kehdingen

Ministerin Barbara Otte-Kinast überreicht den Scheck an Professor Dr. Heinrich Reincke
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ig. Wischhafen. Aus Hannover angereist, die Kehdinger Landschaft genossen - und noch einen Scheck dem Unterhaltungsverband Kehdingen (UHV) für ein zukunftsträchtiges Projekt überreicht. „Ein ganz rühriger Verein, ein ganz schöner Termin“, sagte die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) bei ihrem Besuch im Fährhaus Wischhafen. Was dieser Verband bewerkstellige, könne ein Modell für ganz Deutschland, vielleicht sogar für die ganze EU sein. Kurzum: „Das Geld ist gut angelegt.“ Und von diesem Verband ginge eine positive Botschaft für die Landwirtschaft aus.

Ressource Wasser optimal einsetzen

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) stellt für das Projekt „Digitales Wassermanagement“ insgesamt rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Wasser ist der Ursprung des Lebens. Durch die Digitalisierung der Schöpfwerke können wir diese wertvolle Ressource optimal einsetzen. So bleibt die Lebensgrundlage für die Landwirtschaft erhalten“, sagte die Ministerin bei der Übergabe des Förderbescheides. Die Ergebnisse aus Kehdingen sollen in ganz Niedersachsen zu einem optimierten Wassermanagement beitragen.

Der Unterhaltungsverband Kehdingen gehört zu den 114 durch das Niedersächsische Wassergesetz eingerichteten Unterhaltungsverbänden in Niedersachsen. Sein rund 276 Quadratkilometer großes Verbandsgebiet, das sich zwischen den Nebenflüssen der Elbe, Oste und Schwinge erstreckt, ist sowohl von Marsch- und Moorlandschaften als auch von der landwirtschaftlichen Nutzung geprägt. Mehr als die Hälfte des Verbandgebietes liegt unterhalb des Meeresspiegels. Ohne Entwässerung durch Schöpfwerke wäre daher weder eine landwirtschaftliche Nutzung noch eine Besiedelung dieser Region möglich. „Durch die prognostizierte Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs infolge des Klimawandels ist ein effizientes und intelligentes Wassermanagement zur Erhaltung der Produktionsgrundlage besonders wichtig“, stellte Verbandsvorsteher Professor Dr. Heinrich Reincke heraus.

Schöpfwerke digitalisieren

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt „Schöpfwerke 4.0“ wird die intelligente und effiziente Steuerung sowie die Regelung von Schöpfwerken erforscht. Durch die vom Land Niedersachsen bereitgestellten Mittel soll eine umfängliche Digitalisierung der Schöpfwerke des Verbandsgebietes ermöglicht werden. „Die Digitalisierung der Schöpfwerke hat positive Effekte auf die wasserwirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Strukturen in Kehdingen“, so Verbandsgeschäftsführer Robert Nicolai. „Es gibt sogar schon Ideen, Schöpfwerke mit Wasserstoff zu betreiben.“ Aber das sei vor allem ein Thema für die nächste Generation.

In der Köpfen der UHV-Experten stecken noch weitere Ideen. Aktuell sei eine Studie für ein optimiertes Wassermanagement über Verbandsgrenzen hinaus in Arbeit, so Reincke. Im Mittelpunkt stehe die Frage, wie der gesamte Kehdinger Raum beispielsweise vom salzarmen Wasser der Oste profitieren könnte.
„Was hier stattfindet, ist in die Zukunft gerichtet. Es ist im Interesse der Natur“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried und bedankte sich für die großzügige Förderung.

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Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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