Landkreis Stade lässt verendete Tiere untersuchen
Gefährliche Tierseuche in Nordkehdingen? Mehrere tote Hasen geben Anlass zur Sorge
- Das tückische Kaninchenpest-Virus bedroht nun auch Feldhasen
- Foto: Adobe Stock/Bartosz Rakoczy
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Im Landkreis Stade gibt es aktuell mehrere Verdachtsfälle auf Myxomatose bei Feldhasen. Besonders betroffen scheint der Bereich Nordkehdingen zu sein, wo in den vergangenen Tagen vermehrt tote Tiere gemeldet wurden. Die zuständige Veterinärbehörde des Landkreises Stade hat einige verendete Hasen zur Laboruntersuchung eingeschickt – Ergebnisse stehen noch aus.
Neue Virusvariante bedroht auch Hasen
Die Myxomatose, auch bekannt als Kaninchenpest, war bislang hauptsächlich unter Wild- und Hauskaninchen verbreitet. Eine neue Virusvariante befällt nun auch Feldhasen. Seit Herbst vergangenen Jahres wurden jedoch auch in Niedersachsen einzelne Fälle beim Feldhasen nachgewiesen. Im April dieses Jahres erfolgte in Bargstedt erstmals im Landkreis Stade der Nachweis der Myxomatose bei einem Hasen.
Übertragung und Symptome
Die Krankheit wird durch das Myxomavirus, ein Pockenvirus, ausgelöst. Die Übertragung erfolgt über den direkten Kontakt zu infizierten Tieren, durch kontaminiertes Futter oder über Stechmücken. Symptome bei erkrankten Tieren sind deutliche Schwellungen und Entzündungen im Bereich der Augen, Nase, Ohren und des Genitalbereichs. Betroffene Tiere sind meist apathisch, fressen kaum und trinken wenig – in den meisten Fällen endet die Krankheit tödlich.
Keine Gefahr für den Menschen
Laut dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) ist die Krankheit für Menschen ungefährlich. Dennoch warnt das Veterinäramt des Landkreises Stade davor, möglicherweise infizierte Tiere anzufassen. Das Berühren der Kadaver sollte unterlassen und die Funde sollten stattdessen umgehend gemeldet werden.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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