Georg Gscheidlinger aus Heinbockel litt unter Cluster-Kopfschmerzen
22 qualvolle Jahre mit stechenden Schmerzen

Heute schmerzfrei: Georg Gscheidlinger Foto: privat

Erst war es nur ein Kribbeln im Nacken, dann ein leichter Schmerz, der sich in der rechten Gesichtshälfte ausbreitete und dort mit unvorstellbarer Intensität wütete. 22 Jahre lang litt Georg Gscheidlinger (81) unter Cluster-Kopfschmerzen. "Jede Attacke dauerte bis zu einer Stunde, 20 Minuten davon waren unerträglich", erinnert sich der ehemalige Airbus-Mitarbeiter. Eine Meldung im WOCHENBLATT zum Thema Cluster-Kopfschmerz erinnerte ihn an das Martyrium, das er selber durchlitten hat, ohne dass ihm jemand helfen konnte. Heute ist er dank des Medikaments Flunarizin schmerzfrei. "Damals aber bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen, aber es half kein Medikament. Auch Sauerstoff brachte nichts. Mir wurden sogar zwei Zähne gezogen und ein Medikament empfohlen, das zu massivem Haarausfall führte. Alles vergebens."
Als die Schmerzen zum ersten Mal auftraten, war Gscheidlinger 33 Jahre alt. Zunächst nur vereinzelt, doch schon bald kamen sie schubweise sechs- bis achtmal täglich. Das zog sich über cirka drei Monate hin, dann hatte Georg Gescheidlinger neun Monate lang Ruhe. "Die Schübe kamen meistens in der Freizeit, seltener während der Arbeitszeit", so Gscheidlinger. "Mir blieb dann nichts anderes übrig, als mich hinzuhocken und die Attacke abzuwarten."
Die Vermutung der Ärzte, dass die Kopfschmerzen einen psychosomatischen Ursprung hatten, brachte schließlich die Wende im Leben des Familienvaters. "Ich kam in eine Klinik für Psychosomatik und die dortige Therapeutin fand schließlich heraus, dass das Medikament Flunarizin hilft, zwar nicht während einer Schmerzperiode, aber prophylaktisch."
Den letzten Schub hatte Georg Gscheidlinger im Jahr 1993. Bis heute nimmt er das Flunarizin täglich ein. "Diese Schmerzen will ich nie wieder ertragen müssen", sagt er. "Wegen möglicher Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten sollte man auf jeden Fall den Rat eines Arztes hinzuziehen. Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen und habe das Medikament gut vertragen."

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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