Zwei kleine Kinder sind jetzt Waisen

Spendenaufruf gestartet

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Erschossene Jugendamtsmitarbeiterin
Nach der Bluttat in Stade: Zwei kleine Kinder sind jetzt Waisen - Spendenaufruf gestartet

Die 32-jährige Jugendamtsmitarbeiterin wurde bei der Bluttat in Stade erschossen. Sie hinterlässt zwei kleine Kinder, die jetzt Vollwaisen sind, nachdem bereits der Vater vor wenigen Wochen verstorben ist (einer Veröffentlichung des Fotos wurde zugestimmt) | Foto: GoFundMe
  • Die 32-jährige Jugendamtsmitarbeiterin wurde bei der Bluttat in Stade erschossen. Sie hinterlässt zwei kleine Kinder, die jetzt Vollwaisen sind, nachdem bereits der Vater vor wenigen Wochen verstorben ist (einer Veröffentlichung des Fotos wurde zugestimmt)
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Es sind Schicksale, die sprachlos machen. Sechs Menschen wurden am Montag bei der entsetzlichen Bluttat in einer Stader Mutter-Kind-Einrichtung aus dem Leben gerissen. Sechs Menschen, die sich beruflich für Familien, Kinder und Menschen in schwierigen Lebenslagen eingesetzt hatten. Gegen den 45-jährigen Tatverdächtigen hat das Amtsgericht Stade inzwischen Haftbefehl wegen des Verdachts des sechsfachen Mordes erlassen. 

Hinter den nüchternen Ermittlungsakten stehen menschliche Tragödien, deren Ausmaß kaum zu begreifen ist. Der mutmaßliche Täter hat mit seiner Tat nicht nur sechs Leben ausgelöscht. Er hat Familien zerstört, Kinder ihrer Eltern beraubt, Kolleginnen und Kollegen traumatisiert und Angehörige in unendliche Trauer gestürzt.

Bluttat in Stade: Gericht erlässt Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes

Vater starb erst vor wenigen Wochen
Besonders erschütternd ist das Schicksal einer 32-jährigen Mitarbeiterin des Jugendamtes der Region Hannover. Die junge Frau war während des Hilfeplangesprächs von den Schüssen tödlich getroffen worden. Gemeinsam mit ihr starben zwei weitere Beschäftigte des Jugendamtes sowie drei Mitarbeitende der Stader Jugendhilfeeinrichtung – Menschen, die sich tagtäglich für das Wohl anderer eingesetzt hatten.

Für die Familie der jungen Frau ist das Leid kaum in Worte zu fassen. Erst Anfang Juni musste sie Abschied vom Vater ihrer beiden Kinder nehmen. Nur rund 20 Tage später verloren die drei und vier Jahre alten Geschwister auch ihre Mutter. Innerhalb weniger Wochen wurden die beiden Kinder zu Vollwaisen.

Spenden sollen Zukunft der Kinder sichern
Um den Kindern in dieser unfassbar schweren Situation zu helfen, wurde über die Plattform GoFundMe eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Die Initiatorin beschreibt das Schicksal als eines, „für das es keine Worte gibt“. Die Spendengelder sollen den Geschwistern unter anderem eine sichere Versorgung, Betreuung, Bildung und therapeutische Unterstützung ermöglichen sowie die Beerdigungskosten decken. Mit dem Geld soll den Kindern zumindest ein Stück Zukunft und Sicherheit gegeben werden – auch wenn ihnen niemand den Verlust ihrer Eltern nehmen kann.

Zur Spendenaktion für die beiden Kinder:
www.gofundme.com/f/in-stade-aus-dem-leben-gerissen

Sechs Tote in Stade: Täter neigte schon vorher zu Gewaltausbrüchen

Auch für andere Hinterbliebene wird Hilfe organisiert

Nicht nur diese beiden Kinder stehen nach der Bluttat vor einer ungewissen Zukunft. Insgesamt sechs Familien trauern um ihre Angehörigen. Deshalb hat auch der Kita-Kreiselternrat des Landkreises Stade eine GoFundMe-Spendenaktion gestartet. Die Initiative möchte den Hinterbliebenen der sechs Getöteten finanziell zur Seite stehen und zugleich ein Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität setzen. Jeder Beitrag könne den Schmerz zwar nicht lindern, zeige den Familien aber, dass sie in ihrer schwersten Stunde nicht allein seien.

Zur Spendenaktion des Kita-Kreiselternrats:
www.gofundme.com/f/spendenaufruf-fur-die-opfer-und-hinterbliebenen-in-stade

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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