Umgestaltung Bürgermeister-Schmetjen-Platz zum soziokulturellen Dorfzentrum abgeschlossen
Nasse Füße und Pferdehufe sind jetzt Vergangenheit

Freude über das neue soziokulturelle Dorfzentrum (v.li.): Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann, Verwaltungsmitarbeiter Marcus Finke, Bürgermeister Gerhard Seba sowie Imke Meyer und Jens Lüneberg vom Planungsbüro JL Ingenieure
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  • Freude über das neue soziokulturelle Dorfzentrum (v.li.): Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann, Verwaltungsmitarbeiter Marcus Finke, Bürgermeister Gerhard Seba sowie Imke Meyer und Jens Lüneberg vom Planungsbüro JL Ingenieure
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sb. Kutenholz. Seit Jahrzehnten ist der Bürgermeister-Schmetjen-Platz in Kutenholz mit Festhalle, Schützenhaus, Reitanlage und Heimathaus ein zentraler Ort des sportlichen und kulturellen Miteinanders. Hier werden Schützenfeste gefeiert, man trifft sich beim traditionellen Weihnachtsmarkt und feilscht im Rahmen der großen Flohmärkte.

Durch zahlreiche Baumaßnahmen wurde der Platz in jüngster Vergangenheit zu einem "soziokulturellen Dorfzentrum" aufgewertet. Das Projekt wurde vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg zu 63 Prozent finanziell gefördert. Ende November fand die offizielle Bauabnahme statt, an der neben Planern, Bau- und Projektleitern auch Bürgermeister Gerhard Seba und Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann teilnahmen.

146.000 Euro für die Vereine
Bereits im vergangenen Jahr gab es mehrere bauliche Verbesserungen an den von den örtlichen Vereinen genutzten Gebäuden. Hierfür hatten der Reitverein, der Schützenverein und der Heimat- und Kulturkreis eigene Förderanträge gestellt, da sie als gemeinnützige Institutionen einen höheren Fördersatz von 73 Prozent beantragen konnten und auf diesem Weg insgesamt rund 146.000 Euro erhielten. Das Geld floss u.a. in neue Dacheindeckungen bzw. einen Dachausbau, sanitäre Anlagen und Technik.

"Vor der Sanierung des Platzes hatten wir bei Starkregen große Probleme mit Überschwemmungen", sagt Ralf Handelsmann. "Anstatt abzufließen, stand das Wasser sowohl auf dem Platz als auch in den Pferdeställen." Deshalb wurde in eine neue Oberflächenentwässerung investiert und der Platz anschließend neu gepflastert. Zudem wurde das Gelände durch zahlreiche Neuheiten aufgewertet. Dazu gehört eine ansprechende Remise vor der Festhalle, die zum Rasten einlädt und auch Schutz vor einem Regenschauer bietet. An der Stirnseite gibt es weitere Sitzgelegenheiten unter freien Himmel sowie ein noch junges Eichenwäldchen, einen sogenannten Klimahain. Stabile Fahrradbügel ermöglichen Radtouristen ein sicheres Abstellen und Anschließen ihrer Zweiräder. Zudem gibt es jetzt zwei Schaukästen, die demnächst mit Informationen über das Vereinsleben und die Region bestückt werden sollen. Neue Lichtmasten bieten nach Einbruch der Dunkelheit eine schöne Beleuchtung des Platzes. Ebenfalls neu ist die Dacheindeckung des Wohnbereichs der Festhalle.

Das Projekt "soziokulturelles Dorfzentrum Kutenholz" wurde mit 261.000 Euro öffentlich gefördert. Baubeginn war im April dieses Jahres. Da der Platz wegen der Pandemie nicht für Feste genutzt wurde, konnten die Bauarbeiten ohne große Verzögerung vonstatten gehen.

Schafstall und Wanderwege
Der Heimat- und Kulturkreis Kutenholz möchte hinter dem Bürgermeister-Schmetjen-Platz ein neues Gelände nutzen. Hier sollen u.a. ein historischer Schafstall errichtet und Wanderwege angelegt werden. Vereinsvorsitzender Gerhard Seba hofft hier auf weiteres Fördergeld. Und das könnte durchaus fließen. "Unter dem Titel ,Frisches Geld für alte Töpfe' werden für Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raums bis 2024 weitere geförderte Investitionen möglich sein", berichtet Ralf Handelsmann.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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