Zwei Jahre nach dem Großbrand: Jörg Hansen hat auf Salzhäuser "Josthof"-Gelände Biergarten-Pläne
"Ich hoffe weiterhin auf eine Genehmigung"

Will das Fachwerkhaus in einen Biergarten einbeziehen: Grundstücksbesitzer und Gastronom Jörg Hansen   Fotos: ce
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  • Will das Fachwerkhaus in einen Biergarten einbeziehen: Grundstücksbesitzer und Gastronom Jörg Hansen Fotos: ce
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Salzhausen. Wer am "Josthof"-Gelände in Salzhausen vorbeikommt, sieht Archäologen bei wissenschaftlichen Ausgrabungen, erinnert sich aber gerade in diesen Tagen an ein ganz anderes Szenario: Vor zwei Jahren, in der Nacht zum 28. April, brannte das in einem historischen Fachwerktrakt untergebrachte, international bekannte Hotel und Restaurant "Josthof" komplett nieder. Der Schaden wurde auf rund eine Million Euro beziffert. Auch wenn die Brandruine längst abgeräumt wurde, ist die Zukunft des Areals weiterhin offen.
"Ich würde nach wie vor gerne meinen Biergarten mit neuem Konzept wieder eröffnen. Das Fachwerkhaus hinter dem Biergarten-Bereich müsste dafür saniert und mit Toiletten und einer Küche ausgestattet werden", gibt "Josthof"-Grundstückseigentümer und Gastronom Jörg Hansen (63) dem WOCHENBLATT Einblicke in seine Pläne. "Einen Antrag auf eine entsprechende Nutzungsänderung habe ich vor einiger Zeit bei der Gemeinde Salzhausen gestellt. Auf den Bescheid warte ich noch", sagt er. Er vermutet, dass die Kommune an einer "Gesamtlösung" für das 3.700 Quadratmeter umfassende Terrain interessiert ist. "Ich hoffe gleichwohl, dass mein Antrag genehmigt wird, dann könnte ich den Biergarten immerhin noch im September und - bei gutem Wetter - vielleicht auch im Oktober öffnen", wünscht sich Hansen, der derzeit im kaufmännischen Bereich im Raum Salzhausen arbeitet.
Wenn er seine Pläne nicht umsetzen könne, wolle er selbst einen Investor suchen, der Häuser und Grund in einem "Gesamtpaket" erwirbt.
Bereits seit August vergangenen Jahres und voraussichtlich noch etwa drei Monate sucht ein Team von Bodendenkmalpflegern des Archäologischen Museums Hamburg unter der Leitung von Kreisarchäologe Dr. Jochen Brandt nach historischen Schätzen auf dem etwa 1.000 Jahre alten Anwesen. Zutage gefördert wurden bislang unter anderem das aus dem 17. Jahrhundert stammende Grundgerüst des ursprünglichen "Josthof"-Gebäudes, ein von einer Felssteinmauer umgebener Keller, eine mit Kopfsteinen gepflasterte Diele sowie geschichtsträchtige Gefäß- und Geschirrscherben aus dem 16. und 18. Jahrhundert. "Erst kürzlich entdeckt haben wir hier Überbleibsel einer Arbeitshütte, eines sogenannten Grubenhauses, aus dem 8. oder 9. Jahrhundert", berichtet Jochen Brandt nicht ohne Stolz.

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