Aktiv gegen sexualisierte Gewalt
Landessportbund ehrt MTV Eyendorf für Schutzkonzept
- Freude über die Auszeichnung (v. li.): Sebastian Lühr, Kenneth Dittmann-Haselhorst, Nadine Becher (alle KSB), Rainer Sonntag (LSB) sowie Farina Petersen, Anika Wolf, Jens Köster, Markus Richter und Florian Petersen vom MTV Eyendorf
- Foto: ce
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"Wir werden nicht wegsehen" ist der warnende und mahnende Titel des Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt, das der MTV Eyendorf seit Mai vergangenen Jahres entwickelt hat und für dessen Umsetzung er jetzt von der Sportjugend des Landessportbundes (LSB) und vom Kreissportbund (KSB) in der Gerhard-Langer-Halle, seiner Heimspielstätte, ausgezeichnet wurde.
Rainer Sonntag, Vorsitzender der Landessportjugend und Präsidiumsmitglied im LSB, überreichte einen symbolischen Scheck über 1.000 Euro an den MTV-Vorsitzenden Markus Richter sowie an dessen Stellvertreter Jens Köster und Florian Petersen. Obendrauf gab es eine Plakette, die als Blickfang an der Halle auf die Umsetzung des Konzeptes hinweist.
Bei der feierlichen Übergabe dabei waren auch Sebastian Lühr vom KSB, die KSB-Referenten Nadine Becher und Kenneth-Dittmann Haselhorst sowie Farina Petersen und Anika Wolf vom MTV Eyendorf, die sich bei der Umsetzung des Präventionskonzeptes vor Ort als Vertrauenspersonen engagieren.
"Unser Verein soll ein sicherer Platz für alle Mitglieder, insbesondere für Kinder und Jugendliche, sein. Der Vorstand des MTV Eyendorf verurteilt daher jede Form von Gewalt und Missbrauch in unserer Gesellschaft, insbesondere aber jede sexualisierte Gewalt und jeden Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aufs Schärfste", betont der Verein in seinem Konzept. Der MTV setze sich für die Aufklärung eines jeden Falles ein und für die Durchsetzung etwaiger Konsequenzen. "Täter sollen strafrechtlich verfolgt, die Betroffenen bestmöglich geschützt werden. Dafür ist die frühzeitige Einbindung von kompetenten Beratungseinrichtungen unerlässlich."
Kooperation auch mit Kinderschutzbund
Neben konkreten präventiven Maßnahmen werde ein regelmäßiger Austausch mit Beratungsstellen wie dem KSB und dem Kinderschutzbund unternommen. Zur "Entfaltung einer Kultur des Hinsehens und der Hinwendung zu den Betroffenen" gehöre auch, dass das Thema "Prävention von sexueller Gewalt" mit den Übungsleitern und Trainern in Kooperation mit anerkannten Experten von Beratungsstellen bearbeitet werde.
"Unser Sportverein möchte Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern", unterstrich Markus Richter. Dass dem rund 700 Mitglieder starken Verein dies nicht nur bei den Heranwachsenden gelingt, würdigte Rainer Sonntag: "Hier wird Spitzenhandball von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geboten. Das ist der Verdienst des Vereins und seines Vorstandes."
Mit dem MTV Eyendorf wurde der elfte von insgesamt 184 Sportvereinen im Landkreis Harburg für sein Präventionskonzept ausgezeichnet. "Es wäre toll, wenn noch viele andere Vereine diesem Beispiel folgen", wünschte sich Sebastian Lühr im Namen des KSB.
• Mehr Infos zum Konzept unter www.mtv-eyendorf.de.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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