Knapp 140.000 Euro wurden investiert
Salzhäuser Schützen weihen neue Kleinkaliber-Schießanlage ein
- Durften die ersten Schüsse auf der neuen Kleinkaliber-Schießanlage abgeben: Bauleiter Frank Putensen (vorne) und Kassenführer Georg Schnelle (dahinter)
- Foto: ce
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Um eine Attraktion reicher ist ab sofort die Schützenkompanie Salzhausen: Mit einer Feierstunde weihte sie jetzt ihre neue Kleinkaliber(KK)-Schießanlage im Schützenhaus ein. Zu den Gästen gehörten unter anderem Uwe Bahnweg, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Harburg-Land, Christoph Ritter, Inklusionsbeauftragter des Landkreises Harburg, und Salzhausens Bürgermeisterin Bianca Tacke.
"Die Kleinkaliber-Anlage, Herzstück unseres Schießsportbetriebes, besteht seit 1974 und musste wieder modernisiert werden", erklärte Oberst Jürgen Meinberg. Die ursprünglich 15 KK-Stände seien auch aus Sicherheitsabstands-Gründen auf zwölf reduziert worden gemäß den Richtlinien des Deutschen Schützenbundes. "Für die vorgeschriebene Tiefe der Anlage im hinteren Bereich fehlten 30 Zentimeter, weshalb wir die Brüstung abgerissen haben", so Meinberg. Da die "Kosten aus dem Ruder gelaufen" seien, habe man auch die 16 Jahre alte elektronische Erfassung der Schießergebnisse abgeschafft. Die Resultate würden nun mit hochmoderner Lichterfassungstechnik registriert.
Die neue Schießanlage kostete fast 140.000 Euro. Finanzielle Unterstützung gab es über den KSB vom Landessportbund, von der Aktion Mensch und der Gemeinde Salzhausen, sodass für die Salzhäuser Schützen ein Eigenanteil von knapp 100.000 Euro blieb.
Jürgen Meinberg bedankte sich insbesondere bei Vereins-Kassenführer Georg Schnelle, der erfolgreich Zuschussanträge für das Projekt gestellt hatte, sowie bei Bauleiter Frank Putensen, unter dessen Regie über mehrere Monate an den Wochenenden jeweils ein rundes Dutzend Aktiver beim Umbau fleißig mit anpackte. Als Anerkennung ihres Engagements erhielten Schnelle und Putensen ein Präsent und durften die ersten Schüsse auf der neuen KK-Anlage abgeben.
"Alle Beteiligten haben viel Herzblut in diese Aktion gesteckt. Das bringt die Schützen und auch das Dorf Salzhausen voran", unterstrich Bianca Tacke. Mit Blick auf den barrierefreien Zugang zur KK-Anlage und zum gesamten Haus hob Uwe Bahnweg hervor, dass die Salzhäuser Kompanie landkreisweit zu den ersten Vereinen im Schützenwesen gehöre, die das Thema Inklusion praktisch umgesetzt hätten. "Dank Ihres tollen Engagements können auch Menschen mit Behinderungen hier am Schießsport teilnehmen", so der KSB-Chef.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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