Jubiläum
Der TV Meckelfeld ist 100 Jahre alt: Blick auf die wichtigsten Jahre

Mitglieder des TV Meckelfeld ziehen im Jahr 1948 in Sportkleidung durch den Ort
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  • Mitglieder des TV Meckelfeld ziehen im Jahr 1948 in Sportkleidung durch den Ort
  • Foto: Gemeindearchiv Seevetal
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Meckelfeld. Die Coronavirus-Pandemie verhindert, dass der TV Meckelfeld seinen 100. Geburtstag in diesem Jahr feiern darf. Trotz allem begeht der Turnverein das Jubiläum, indem er ein 56 Seiten starkes Magazin herausgebracht hat. Zudem hat sich der TV Meckelfeld mit einer neu gestalteten Homepage selbst beschenkt.
Das sind wichtige Stationen der langen Vereinsgeschichte:
1920
Am 29. Mai 1920 nahm alles seinen Anfang. Die Gründungsversammlung fand bei Petroleumlicht in der Gaststube des damaligen Gasthauses „Zur Post“ bei dem Gastwirt Heinrich Albrecht statt, schreibt Werner Jobmann in der Vereinschronik. Die Gründungsmitglieder wählten Albert Haut senior zum ersten Vorsitzenden. Das Vereinslokal, die Gaststätte von Heinrich Breese, war gleichzeitig Sportstätte. Der Gastwirt stellte seinen Saal für die Übungsstunden kostenlos zur Verfügung - unter der Bedingung, dass alle Veranstaltungen des Vereins dort stattfinden. Die ersten Turngeräte: ein Barren, eine Matte und ein Bock. Die ersten Übungsstunden besuchten fünf junge Männer. Das Interesse, in einem Arbeiterverein Fußball zu spielen, war damals gering. Die sieben bis acht Männer, die kicken wollten, mussten sich einer anderen Sportart zuwenden und gründeten die Faustballabteilung.
1921
Die Musik hat eine lange Tradition im TV Meckelfeld. Die aktiven Turner Adolf und Gustav Voß, Robert Schulz, Robert Drechsler und Willi Schröder riefen das Trommler- und Pfeiffer- Korps ins Leben. Nach jeder Turnstunde sangen die Sportler noch Lieder. Und mit dem Skatspielen durfte erst nach dem Training begonnen werden.
1945
Bei der ersten Versammlung nach dem Zweiten Weltkrieg am 24. November 1945 gab es eine längere Debatte über die Frage, ob in einer Spielabteilung Fußball oder Handball gespielt werden sollte. Am Ende sprach sich eine große Mehrheit für Handball aus.
1949
In diesem Jahr begann der Bau eines eigenen Sporthauses, damals an der Straße Am Felde. Im Februar 1951 war es fertig. Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde hatte ein besonderes Interesse daran: Weil sich die Gastmannschaften bis dahin auf der Veranda des Vereinslokals umziehen mussten, wurde dadurch der im Saal stattfindende Gottesdienst gestört.
1967/68
In Eigenarbeit errichteten Mitglieder den Sportplatz „Am Redder“ (heute: „Am Anger“). Der Leichtathlet und Fußballer Horst Hoops organisierte den Arbeitseinsatz der Maschinen und der Vereinsmitglieder. Der Polizist beschaffte kurzerhand Baumaschinen von der benachbarten Autobahnbaustelle - heute undenkbar! Die Mitglieder leisteten in ihrer Freizeit 1.250 unbezahlte Arbeitsstunden.
1976
Mit etwa 2.500 Mitgliedern war der TV Meckelfeld der mitgliederstärkste Sportverein im Landkreis Harburg.
1994
Bei den Jugendlichen wird Jan Müller Europameister im Kickboxen.
Zu einem Fußballfreundschaftsspiel tritt der FC St. Pauli beim TV Meckelfeld an und gewinnt 6:0. 2.000 Zuschauer sahen das Spiel.
2009
Der Verein steckt in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten und beschließt Sparmaßnahmen. Übungsleiter verzichten sechs Monate lang auf Honorare. Der Sparkurs des Vereinsvorsitzenden Thomas Schmidt bringt am Ende den Erfolg und verhilft dem Verein zu einem Neuanfang.
Heute
Der TV Meckelfeld hat annähernd 1.300 Mitglieder. Das Jahr 2020 brachte bislang einen leichten Zuwachs. Zusätzlich nehmen 500 Gastsporttreibende in Kursen Angebote des TV Meckelfeld wahr.
Wegen der Coronavirus-Pandemie stellt der TV Meckelfeld den Sportbetrieb für mehr als zwei Monate ein und verschiebt die 100-Jahr-Feier in das Jahr 2021.
Ein Sporthaus am Appenstedter Weg soll das neue Zentrum des TV Meckelfeld werden. Der Verein um den ersten Vorsitzenden Michael Urbschat hofft, dass die Gemeinde Seevetal den Neubau bis 2025 errichtet. Der Verein möchte am Appenstedter Weg die Fußballplätze neu ordnen und dem heutigen Bedarf anpassen, zudem die Tennisabteilung beleben.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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