Heidenau im Zentrum des Unwetters
Hagel hinterlässt Trümmerfeld
- Foto: sh
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Dienstagmorgen in Heidenau, die Sonne scheint, als wäre nichts gewesen. Aber das ganze Dorf ist auf den Beinen. Wer von Tostedt aus nach Heidenau kommt, sieht schon von weitem Dächer, die mit riesigen Planen abgedeckt sind. Am Montagabend, 13. Juli, kamen um 19.40 Uhr die ersten Hagelkörner, "Nur fünf Minuten später brach die Hölle los," berichtet eine Anwohnerin. Hagelkörner, teilweise so groß wie Tennisbälle prasselten nieder und zerstörten in einer halben Stunde das halbe Dorf. Zentrum des Chaos scheint die Neue Straße zu sein, dort ist scheinbar kein einziges Dach mehr ganz. Überall stehen die riesigen Fahrzeuge der Dachdeckerbetriebe, notdürftig werden überall Planen über die Dächer gelegt. Nirgends sind es nur zwei oder drei Pfannen die kaputt sind, Dutzende Dächer sind völlig hinüber. Eine 87-Jährige Anwohnerin aus der Neuen Straße versucht, die Fassung zu wahren: Ihr Dach sei nagelneu, soeben habe sie die Rechnung dafür bezahlt. Nun ist es kaputt, ihr Gewächshaus ist ein Trümmerhaufen, der Wintergarten, sogar die Wäschespinne ist nicht mehr brauchbar. Und der gesamte Rasen ist übersät mit Löchern, so groß wie Tischtennis- und Tennisbälle - Loch an Loch. So etwas hätte sie in ihrem ganzen Leben noch nicht erlebt. Photovoltaikanlagen sind zerschmettert, mehrere dutzend völlig demolierte Autos und dazwischen Dreck. Der Hagel holte das ganze Grün von den Bäumen, das dann in Gärten, auf Gehwegen und Straßen lag. Maschinen mit Schneeschild fuhren durch die Straßen, um den Dreck so zusammen zu kehren, die Mitarbeiter des Bauhofes der Samtgemeinde Tostedt waren im Einsatz, diesen Dreck zu entfernen.
Gestandene Männer standen vor ihren Häusern und schlugen die Hände über dem Kopf zusammen, konnten das Ausmaß der Zerstörung kaum begreifen.
Der Fahrradweg zwischen Wüstenhöfen und Heidenau war stellenweise kaum passierbar und mehrere Maisfelder sind völlig zerstört, nicht ein Maiskolben hängt mehr an den Pflanzen.
Aber in diesen Stunden stand das ganze Dorf Heidenau zusammen, alle halfen sich gegenseitig.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Tostedt |
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