Aus Tostedt zum Kiekeberg
Historischer Stall zieht ins Museum um

Manfred und Sabine Stelzer (li.), Tochter und Schwiegersohn der Erbauer Herta und Bruno Matz, sowie deren Tochter Tanja Rüthemann mit Ehemann Philip vor dem früheren Stall
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  • Manfred und Sabine Stelzer (li.), Tochter und Schwiegersohn der Erbauer Herta und Bruno Matz, sowie deren Tochter Tanja Rüthemann mit Ehemann Philip vor dem früheren Stall
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Das Gebäude vervollständigt das Ensemble des Flüchtlingssiedlungshauses in der Ausstellung "Königsberger Straße" am Kiekeberg bim. Tostedt. Einst wurden in dem kleinen Gebäude Schweine, Kaninchen und Hühner gehalten und geschlachtet, Gänseeier bebrütet, Obst und Gemüse eingekocht und Wäsche gewaschen. Daran können sich Sabine und Manfred Stelzer noch gut erinnern. Sie sind Tochter und Schwiegersohn von Herta und Bruno Matz, die den Stall 1956 erbauten. Deren 1953 gebautes Wohnhaus war bereits Ende Januar im Zuge eines Aufsehen erregenden Schwertransports von Tostedt ins 32 Kilometer entfernte Freilichtmuseum am Kiekeberg in Rosengarten-Ehestorf transportiert worden (das WOCHENBLATT berichtete). Nun soll der dazugehörige Stall folgen.
Das Ensemble gehört zu den Schmuckstücken in der Ausstellung "Königsberger Straße" mit typischen Gebäuden aus der Nachkriegszeit. In dem Teil des Stalls, der zuletzt als Garage genutzt wurde, war früher die Sommerküche. Außerdem gab es eine Räucherkammer. Eine Leiter führt noch zum früheren Heuboden. Klee und Gras als Futter für die Tiere wurde an den umliegenden Straßenböschungen gesenst, im Garten Erbsen, Bohnen, Möhren, Rosen- und Grünkohl angebaut. Die Geschichte der Familien Matz und Stelzer zeugt von der damaligen, arbeitsintensiven Selbstversorgung, die neben Berufstätigkeit und Kinderrerziehung zu bewerkstelligen war.
"Wir holen das Original, das Patina - Gebrauchsspuren von Generationen - hat, ins Museum", erläuterte Kiekeberg-Architektin Theda Pahl, die das Projekt "Königsberger Straße" leitet. Auch zahlreiche Originalutensilien haben Sabine und Manfred Stelzer dem Museum vermacht.
In der kommenden Woche beginnen die Arbeiten am Stall mit dem Ausgraben der Fundamente sowie dem Sichern und Einrüsten des Gebäudes, das dann in zehn Teile plus Schornstein zerlegt und voraussichtlich Ende Mai in mehreren Touren mit Lkw zum Museum transportiert wird.
Die Familiengeschichte geht indes in der Tostedter Vogelsiedlung weiter: Tanja Rüthemann, Tochter der Stelzers, und ihr Mann Philip werden auf dem Grundstück ein Eigenheim bauen.

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Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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