In Tostedt konnten Anwohner die Containeranlagen für Asylbewerber besichtigen

Ewald Wehkamp von der Verwaltung ist Ansprechpartner für Anwohner und Ehrenamtliche
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bim. Tostedt. Mitte April werden die ersten Asylbewerber in Tostedt erwartet. Untergebracht werden sollen sie in Containern am Elsterbogen und am Helferichheim. Jetzt hatten die Anwohner des Containerstandortes am Helferichheim Gelegenheit, die Anlage anzuschauen und sich zu informieren. Für Gespräche standen u.a. Bernd Möller, zuständig für die Anlage am Elsterbogen, und Thomas Qualmann, zuständig für die Anlage am Helferichheim, sowie Ewald Wehkamp von der Verwaltung, der Ansprechpartner für Anwohner und Ehrenamtliche ist, zur Verfügung.
"Die Asylbewerber sollen in Ruhe ankommen können. So, wie der Bedarf ist, werde ich das weitergeben und koordinieren. Es ist einiges geplant, u.a. eine Willkommensfeier", so Ewald Wehkamp.
Wie berichtet, werden an beiden Standorten in Tostedt insgesamt 116 Asylbewerber untergebracht. Jeweils sechs Personen stehen drei Zimmer sowie ein Bad mit Dusche und eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung.
"Nach der Aufnahme geben wir den Asylbewerbern Hilfestellungen, zeigen z.B., wo sie einen Arzt finden, oder begleiten sie bei Behördengängen", so Bernd Möller. Seine Erfahrung ist, dass die Flüchtlinge lernwillig sind und schnell versuchen würden, zurecht zu kommen. "Manche können kein Englisch. Da läuft die Verständigung eben über Hände und Füße", sagt Möller, der 15 Jahre in Führungspositionen beim Technischen Hilfswerk gearbeitet hat. Sein Kollege Thomas Qualmann hat zuvor als Sozialpädagoge gearbeitet. Die Einrichtungsleiter haben feste Dienstzeiten, nach Dienstschluss und an den Wochenenden gibt es eine Rufbereitschaft.
Dass die Asylbewerber integriert werden, daran hat Bernd Möller keinen Zweifel. "Das beste Beispiel ist Buchholz. Da hatte die Nachbarschaft zunächst Bedenken. Jetzt spielen die Kinder mit den Bewohnern der Containeranlage Fußball", so Möller.
Die Einrichtungsleiter sind bei "Human Care" angestellt. Die in Bremen ansässige Organisation betreut 46 Unterkünfte in ganz Deutschland, davon neun im Landkreis Harburg. Auch "Human Care"-Geschäftsführer Holger Wollesen bestätigt: "Die Anwohner haben erst Ängste, dass etwas passieren könnte. In zwei Monaten spricht darüber kein Mensch mehr."
Den neuen Nachbarn gegenüber aufgeschlossen, zeigte sich Ilse Guhl (79), die sich die Container zusammen mit Maria Hubert (76) anschaute. "Ich finde die Unterkünfte ganz toll", sagte sie nach der Besichtigung. Dass manche Tostedter als erstes daran denken, die Autos im neuen Parkhaus gegenüber der Straße Am Helferichheim könnten von den Flüchtlingen aufgebrochen werden, hält sie für "bescheuert". "Die Menschen sind ja nicht aus Jux und Dollerei aus ihrer Heimat geflüchtet", so Ilse Guhl.

Redakteur:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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