"Kuddel, wir vermissen dich!": TSV-Ehrenvorsitzender Karl-Heinz Schröder ist verstorben

Immer  fleißig: So kannten die TSV-Mitglieder ihren "Kuddel"
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bim. Todtglüsingen. Gerade erst feierte er mit seiner Norma das Fest der diamantenen Hochzeit, jetzt ist Karl-Heinz Schröder, verdienter Ehrenvorsitzender des Todtglüsinger Sportvereins (TSV), im Alter von 86 Jahren verstorben. Mit den Worten "Kuddel, wir vermissen dich!" nimmt der größte Sportverein im Landkreis Harburg Abschied von dem Mann, der den TSV 62 Jahre lang gestaltet hat.
Sowohl in seinen Beruf als selbstständiger Schmiedemeister als auch in sein Ehrenamt investierte Karl-Heinz Schröder viel Zeit.
"Der Verein und ich sind ein Jahrgang", sagte er einst im WOCHENBLATT-Interview zu dem 1930 aus der Taufe gehobenen TSV. Als der Verein 1954 neu gegründet wurde, übernahm er das Amt des Kassenwartes. Später führte er den Verein bis März 2013 fünf Jahrzehnte lang als dessen Vorsitzender. Unter Schröder und seinem kompetenten Vorstandsteam hat sich der TSV mit mehr als 70 Sportarten und 17 Sportstätten zum größten Sportverein des Landkreises Harburg und zum fünftgrößten Verein in Niedersachsen entwickelt - mit inzwischen über 7.400 Mitgliedern.
Karl-Heinz Schröder spielte Tischtennis und Fußball und war auch Tischtennis- und Fußballobmann. Doch nicht nur am Ball und am Schläger bewies Karl-Heinz Schröder seine Sportlichkeit. Mit seiner Frau Norma nahm er 36 Jahre lang am Tanzsport teil und war ebenso lange Tanz-Abteilungsleiter.
Während Schröder beruflich als selbstständiger Schmiedemeister eingespannt war, widmete er nach Feierabend viel Zeit seinen Ehrenämtern - als Sportvereinsvorsitzender sowie 33 Jahre lang als Tambourmajor im örtlichen Spielmannszug, Maschinist und Gerätewart in der Feuerwehr, fast 35 Jahre lang im Vorstand der Metall-Innung und ein viertel Jahrhundert als Ortshandwerksmeister in Tostedt.
Beim ersten Bauabschnitt der Fitnesshalle 2003 packte Schröder noch kräftig mit an.
Der 86-Jährige war ohnehin immer zur Stelle, wenn sein Rat gebraucht wurde. Bis vor einem Jahr saß er noch regelmäßig auf dem Rasenmäher, um die Sportanlagen des TSV zu pflegen. Bis zuletzt nahm er an Vorstandssitzungen teil und koordinierte gemeinsam mit seiner Frau Norma die Fahrzeugverwaltung.
TSV-Vize Eike Holtzhauer arbeitete über 45 Jahre eng mit Karl-Heinz Schröder zusammen. Er schätzte an seinem Vorstandskollegen, dass er sich alte Werte bewahrt hatte: "Er war immer zuverlässig. Jammern und Klagen gab es für ihn nicht. Er hat nicht nur geredet. Wenn etwas anstand, packte er auch selbst mit an", so Holzhauer, der ebenso Schröders besonnene und ausgleichende Art schätzte, auch wenn es bei Unstimmigkeiten im Verein mal hoch herging.
Karl-Heinz Schröder hinterlässt seine Frau Norma und seine Tochter.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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