Zum Schutz der Natur
Ranger-Pilotprojekt fürs Büsenbachtal

Stellten das Rangerprojekt vor (v. li.): Naturschutzbehördenleiter Detlef Gumz, Naturpark-Geschäftsführerin Hilke Feddersen, Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam, Handelohs Bürgermeister Uwe Blanck, Naturparkvorsitzender Olaf Muus und Nordic Ranger Sandra Malissa
3Bilder
  • Stellten das Rangerprojekt vor (v. li.): Naturschutzbehördenleiter Detlef Gumz, Naturpark-Geschäftsführerin Hilke Feddersen, Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam, Handelohs Bürgermeister Uwe Blanck, Naturparkvorsitzender Olaf Muus und Nordic Ranger Sandra Malissa
  • Foto: bim
  • hochgeladen von Bianca Marquardt
Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
3 Bilder

Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama
3 Bilder

Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Panorama
3 Bilder

Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
2 Bilder

Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

bim. Handeloh. Das Büsenbachtal in Handeloh-Wörme ist ein attraktives Naherholungsgebiet mit Heideflächen, Teichen, Bach, Wald, guter Gastronomie und Bahnanbindung. Kein Wunder, dass unzählige Erholungssuchende gerne herkommen. Allerdings wissen manche von ihnen nicht, dass es in einem Landschaftsschutzgebiet eben auch Verhaltensregeln gibt, um die schöne Natur zu erhalten. Um auf diese hinzuweisen, gibt es mit Nordic Ranger Sandra Malissa nun eine kompetente Ansprechpartnerin vor Ort. Der Ranger-Einsatz ist in der Region einmalig und dient als Pilotprojekt, das später auch in anderen Naturparks in Niedersachsen umgesetzt werden kann.
Seit der Zertifizierung des Heidschnuckenwegs zu Deutschlands schönstem Wanderweg, aber insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie, strömen Besucher aus ganz Deutschland ins Büsenbachtal - mit dem genannten, teils problematischen Verhalten auf kleinstem Raum.

Staudämme im Bach anzulegen, ist bei Kindern sehr beliebt, aber nicht im Sinne des Naturschutzes
  • Staudämme im Bach anzulegen, ist bei Kindern sehr beliebt, aber nicht im Sinne des Naturschutzes
  • Foto: bim
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

Seit Monaten berichtete das WOCHENBLATT von den berechtigten Anwohnerbeschwerden über Müll und Fäkalien in der Landschaft, Vandalismus, zugeparkte Zufahrten und stellte Sandra Malissa als Ranger vor.
Der Naturpark Lüneburger Heide trat Ende 2020 in den Dialog mit Politik, Verwaltung und dem Bürger- und Verkehrsverein Handeloh sowie der Unteren Naturschutzbehörde (UNB). Auf Gemeindeebene wurde der Arbeitskreis Büsenbachtal gegründet und u.a. Besucher- und Anwohnerbefragungen durchgeführt.

"Viele verhalten sich aus Unwissenheit falsch. Da ist es gut, wenn es vor Ort eine Ansprache gibt, um auf die Spielregeln hinzuweisen", sagt Naturpark-Vorsitzender Olaf Muus. Neben Picknick und Grillen in dem sensiblen Naturgebiet ist bei Kindern zum Beispiel das Anlegen von Staudämmen im Bach beliebt. "Wenn das moderat passiert und anschließend zurückgebaut wird, ist das kein Problem. Das hat aber derart überhand genommen, dass Väter mit Klappspaten ankommen", berichtet UNB-Leiter Detlef Gumz.

Leute sollten wissen, wie man sich benimmt

Aus Mitteln der Landesförderung für Naturparke und der Gemeinde Handeloh (je 2.500 Euro) wird das Rangerprojekt finanziert. Sandra Malissa, die direkt am Büsenbachtal lebt und sich als Ranger mit Naturbelangen auskennt, wird Menschen, die sich nicht an die im Landschaftsschutzgebiet geltenden Regeln halten, freundlich ansprechen und vermitteln, was in der Natur erlaubt ist und was nicht. Ihre Kernaufgabe ist der Dialog mit den Besuchern, vornehmlich abends und an den Wochenenden.
Das einst Wirkende "Schützen durch Wissen" reiche heutzutage nicht mehr aus. "Einige ticken anders und sind zu egozentrisch unterwegs", sagt Detlef Gumz. Er macht deutlich, dass bei Uneinsichtigen durchaus Strafen verhängt werden können. "Wenn jemand einen eklatanten Verstoß begeht und sich nicht belehren lässt, kann Sandra Malissa die Polizei oder die Untere Naturschutzbehörde informieren. Es muss dann auch mal weh tun, um diesen Leuten Grenzen aufzuzeigen."

Vor dem Panorama des Büsenbachtals (v. li.): Nordic Ranger Sandra Malissa, Naturparkvorsitzender Olaf Muus, Naturschutzbehördenleiter Detlef Gumz, Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam, Naturpark-Geschäftsführerin Hilke Feddersen und Handelohs Bürgermeister Uwe Blanck
  • Vor dem Panorama des Büsenbachtals (v. li.): Nordic Ranger Sandra Malissa, Naturparkvorsitzender Olaf Muus, Naturschutzbehördenleiter Detlef Gumz, Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam, Naturpark-Geschäftsführerin Hilke Feddersen und Handelohs Bürgermeister Uwe Blanck
  • Foto: bim
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

Die Samtgemeinde Tostedt nimmt sich der Verkehrsüberwachung an. Außer den bestehenden Parkverbotsschildern soll es weitere Verkehrslenkungsmaßnahmen geben. Da das Ordnungsamt nicht zu den besucherintensiven Zeiten an den Wochenenden kontrollieren wird, könnte hier das Projekt umgesetzt werden, das schon an den Baggerseen in Salzhausen erfolgreich ist: Zwei bis drei Ehrenamtliche, die verkehrsbehördlich geschult sind, übernehmen die Parkkontrollen gegen eine Aufwandsentschädigung im Auftrag der Samtgemeinde.
Naturpark-Geschäftsführerin Hilke Feddersen betont, dass Sandra Malissa weder für Parkraumüberwachung noch fürs Müllsammeln zuständig ist, aber prädestiniert, Besucher für die Naturbelange des Büsenbachtals zu sensibilisieren. Ihre Erfahrungen werden zusammengetragen, analysiert und dann bald womöglich auch in weiteren Naturparks zum Tragen kommen.

Ranger-Einsatz im Büsenbachtal?
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen