Landkreis Harburg handelt
Touristenverhalten im Büsenbachtal immer bizarrer

Diese Schilder werden vor Ostern aufgestellt
  • Diese Schilder werden vor Ostern aufgestellt
  • Foto: Landkreis Harburg
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bim. Handeloh. Ein Kindergeburtstag mit neun eng beieinander sitzenden Erwachsenen, Lagerfeuer und Besucher, die Anwohner bedrohen, wenn diese sie auf die Verhaltensregeln im Landschaftsschutzgebiet hinweisen - das Benehmen der Touristen im Handeloher Büsenbachtal nimmt immer dreistere und bizarrere Formen an. Alles offenbar gemäß dem Motto: Ich zahle Steuern, musste mich Corona-bedingt zu lange einschränken, also mache ich in der Natur, was ich will. Im Büsenbachtal ist daher der neumodische Begriff "Overtourism" - Konflikte zwischen Einheimischen und Besuchern an stark besuchten Zielen - durchaus angemessen.
Eine Anwohnerin ist insbesondere wegen des Grillens und Feuermachens beunruhigt. "Dies ist inzwischen kein Einzelvergehen mehr und birgt eine enorme Gefahr für alle Menschen, Tiere und die Vegetation, auch in der angrenzenden Umgebung. Von den Gefahren, die dies für die Anwohner und deren Existenzen bedeutet, ganz zu schweigen. Welches die Folgen sein können, haben wir 1975 beim großen Brand im Büsenbachtal gesehen." Damals brannte ein Feuer sechs Tage lang. Am Ende waren ca. sechs Hektar Staatsforst und 6,5 Hektar Bauernwald vernichtet.
Auf Vorschlag der Anwohnerin und wegen des erwarteten Besucher-Ansturms zu Ostern wird der Landkreis nun tätig und stellt vor den Feiertagen an den Zugängen zum Büsenbachtal und an sensiblen Bereichen Hinweisschilder auf, die auf die Verhaltensregeln hinweisen:

  • Kein Feuer entzünden,
  • Hunde an der Leine führen,
  • keinen Müll in die Landschaft werfen,
  • auf den Wegen bleiben,
  • keine Blumen pflücken,
  • keine Modellflugzeuge steigen lassen,
  • nicht zelten,
  • leise sein.

Schon länger ein Ärgernis ist die Vermüllung des Büsenbachtals durch die so naturliebenden Besucher, das Bauen von Staudämmen und die Zerstörung der Ufer (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Da müssten langfristig "größere Lösungen" her, weiß der Landkreis. Wie Kreissprecher Bernhard Frosdorfer auf Anfrage mitteilt, seien Naturpark Lüneburger Heide, Untere Naturschutzbehörde, die Tourismusorganisationen sowie die Stadt Buchholz und die Gemeinde Handeloh im Gespräch, wie man den Spagat zwischen Landschaftsschutz und Tourismus hinbekommen und gleichzeitig Verstöße verhindern kann.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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