"Wiederholungstäter" in Sachen Lions-Quest

Bei der Übergabe der Lions-Quest-Siegel (v. li.): Konrektor Fabian Linder und die kommissarische Schulleiterin Anja Nickel von der Realschule am Kattenberge, die Lions-Quest-Beauftragten Rolf Mathiesen und Lieschen Herr, Kästner-Realschulleiterin Petra Simons-Schiller und Dr. Andreas Kummer, Präsident des Lions Clubs Hamburg-Rosengarten
  • Bei der Übergabe der Lions-Quest-Siegel (v. li.): Konrektor Fabian Linder und die kommissarische Schulleiterin Anja Nickel von der Realschule am Kattenberge, die Lions-Quest-Beauftragten Rolf Mathiesen und Lieschen Herr, Kästner-Realschulleiterin Petra Simons-Schiller und Dr. Andreas Kummer, Präsident des Lions Clubs Hamburg-Rosengarten
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Aus der Abteilung "Wissen"

bim. Tostedt. Toleranz und Achtung gegenüber anderen Menschen zeigen, Verantwortung für sich und andere übernehmen, eigenverantwortlich entscheiden und handeln, ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln, kritisch denken und den Mut haben, die eigene Meinung zu vertreten - das sind die Kompetenzen, mit denen junge Menschen im Leben und im Beruf erfolgreich sein können. Vermittelt werden diese Tugenden über das Lions-Quest-Programm "Erwachsen werden" des Lions Club international. Multiplikatoren sind die Schulen. Für die hervorragende Vermittlung der genannten Kompetenzen wurde der Buchholzer Realschule am Kattenberge und der Tostedter Erich-Kästner-Realschule jetzt das Lions-Quest-Siegel verliehen. Beide Schulen seien Wiederholungstäter, freute sich LQ-Beauftragter und Juryvorsitzender Rolf Mathiesen.
Bundesweit gibt es nur 67 Schulen, die das Lions-Quest-Siegel tragen, von denen acht Schulen eine erneute Re-Zertifizierung geschafft haben, darunter die Realschule am Kattenberge, die das Programm als erste Schule im Landkreis bereits 2001 in den Unterricht integrierte und nun zum dritten Mal zertifiziert wurde, und die Erich-Kästner-Realschule (EKRS), die seit 2008 dabei ist und das Siegel zum zweiten Mal erhielt.
"Das Qualitätssiegel bestätigt, dass die Prinzipien des LQ-Programms 'Erwachsen werden' in den Klassenstufen 5 bis 7 in besonders hervorragender Weise angewandt, Lebenskompetenzen sicht- und greifbar verinnerlicht worden sind", so Rolf Mathiesen.
"Die Schwierigkeit bei den Schulen sind die Umstrukturierungen der Schullandschaft", sagte Mathiesen zur Umwidmung von Realschulen in Integrierte Gesamtschulen und Oberschulen. Durch zunehmende Bürokratie fehle den Lehrern häufig die Kraft, sich in Sachen Lions Quest (LQ) fortzubilden. Dabei sei LQ ein wertvolles Instrument, den Kindern und Jugendlichen den Rücken zu stärken, nein zu Drogen und Gewalt zu sagen und soziale Kompetenzen zu erwerben, so LQ-Kabinettsbeauftragte Lieschen Herr. LQ soll dazu beitragen, dass Jugendliche zu aufgeschlossenen, kommuniaktiven und teamfähgen Menschen heranwachsen.
Bisher haben seit Anfang der 1990er Jahre deutschlandweit 106.000 Lehrkräfte die LQ-Ausbildung absolviert, darunter alle 45 Lehrkräfte der Realschule am Kattenberge, wo das LQ-Programm in den fünften Klassen verbindlich ist und Elemente davon auch in den anderen Jahrgängen umgesetzt werden, und 30 Lehrkräfte der EKRS, an der in diesem Jahr erstmals die Klassen 5 bis 8 an dem Programm teilnehmen. Zu der dreitägigen Lehrer-Fortbildung von je 200 Euro tragen die Lions Clubs den Löwen-Anteil von je 140 Euro.
An beiden Realschulen ist die Teilnahme am LQ verpflichtend. Da es keine Bewertung gibt, hätten die Lehrer aber eine ganz andere Zugangsmöglichkeit zu den Schülern, die ihrerseits an den Inhalten und somit an sich selbst arbeiten würden, so EKRS-Leiterin Petra Simons-Schiller.
An der EKRS in Tostedt fand auch die feierliche Verleihung statt, umrahmt von Schülerbeiträgen und Grußworten von Anke Oppermann, Dezernentin der Landesschulbehörde Lüneburg, Anke Wilcke, Abteilungsleiterin Schule beim Landkreis Harburg, Tostedts Bürgermeister Gerhard Netzel und Buchholz' Stadtrat Dirk Hirsch.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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