"Wir wollen nicht nur Geld, sondern auch Hoffnung spenden / Großartige Aktion von Familie Werner für Familie Büttinghaus

Die Bilder ähneln sich: Silke Büttinghaus mit ihrem Sohn Georg
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bim. Jesteburg. Als Anne Werner das Bild von Silke Büttinghaus im WOCHENBLATT sah, kamen schreckliche Erinnerungen hoch: Die 31-Jährige so hilflos zu sehen, erinnerte sie an das Schicksal ihrer eigenen Tochter Katrin, die bei einem tragischen Reitunfall ein Schädelhirntrauma dritten Grades erlitt. Deshalb veranstaltete Familie Werner jetzt einen kleinen Weihnachtsmarkt in Jesteburg zugunsten von Familie Büttinghaus. 3.515,85 Euro kamen dabei zusammen, davon 500 Euro von Familie Werner. "Wir wollen aber nicht nur Geld, sondern Hoffnung spenden", sagen die Geschwister Katrin und Martin Werner. Denn Katrin kann heute wieder ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie gilt als medizinisches Wunder.
Wie mehrfach berichtet, erlitt Silke Büttinghaus (31) aus Egestorf im März 2015, damals im achten Monat schwanger, einen Schlaganfall im Hirn und hatte starke Hirnblutungen. Seither leidet sie am Locked-in-Syndrom (LIS). Sie ist bei vollem Bewusstsein, aber komplett bewegungsunfähig und kann nur über ihre Augen kommunizieren. Ihre Betreuung kostet bis zu 8.000 Euro im Monat.
Bei Katrin Werner (35) diagnostizierten die Ärzte nach ihrem schweren Reitunfall im November 2007 einen irreparablen Hirnschaden und prophezeiten der Familie, dass sie bis zum Lebensende ein Pflegefall sein werde. Es folgten zahlreiche Notoperationen. "Atmen, schlucken, sprechen, laufen. Alles musste ich neu erlernen", berichtet Katrin Werner. Bei ihr hätten andere Hirnareale die Aufgaben der zerstörten Hirnbereiche übernommen. Die Familie war rund um die Uhr für sie da. Kaum zu glauben: Nach einem Jahr konnte Katrin Werner wieder eine eigene Wohnung beziehen. Und wer sie heute sieht, kann sich nicht vorstellen, dass sie zu 50 Prozent schwerbehindert ist. "Ich bin nicht mehr so belastbar wie früher. Aber es ist ein lebenswertes Leben", sagt Katrin Werner, die Silke Büttinghaus und ihrer Familie Mut machen möchte.
"Es ist uns ein großes Bedürfnis, auf das Schicksal aufmerksam zu machen und auch viele Menschen zu erreichen, denen diese Art von Krankheit, welche Frau Büttinghaus wiederfahren ist, fremd ist", so Familie Werner.
Als sie in ihrer Relaxa-Physio-Aktiv-Einrichtung von ihrem Vorhaben berichteten, der Familie Büttinghaus helfen zu wollen, war die Unterstützung groß. Mitglieder, Patienten, Freunde, Jesteburger Geschäftsleute, Familie und andere Personen spendeten Geld, stifteten Kuchen für den Verkauf und Sachpreise für die Tombola. "Die Spendenbereitschaft war überwältigend", freut sich Martin Werner.
Da einige Lose nicht verkauft und einige Preise noch nicht vergeben wurden, wollen die Werners die Aktion im kommenden Februar wiederholen.

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