In Heidenau
Zwei stattliche Buchen werden gefällt

Bürgermeister Reinhard Riepshoff (Mi.) sowie Jürgen Meyer (li.) und Henry Holst vom AKN bedauern, dass die zwei Buchen (vorn und zwischen Meyer und Riepshoff) gefällt werden müssen
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  • Bürgermeister Reinhard Riepshoff (Mi.) sowie Jürgen Meyer (li.) und Henry Holst vom AKN bedauern, dass die zwei Buchen (vorn und zwischen Meyer und Riepshoff) gefällt werden müssen
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bim. Heidenau. Zwei stattliche Buchen vor dem Moorweghof und der Bäckerei in Heidenau müssen demnächst gefällt werden. Der Grund: Der vorherige Bewuchs hatte für eine Beschattung der alten Bäume gesorgt, die in den vergangenen Jahren nun der Sonnenstrahlung ausgesetzt waren und Schaden nahmen. Auch der vor rund drei Jahren aufgebrachte Schutz habe nichts gebracht, berichten Bürgermeister Reinhard Riepshoff und die örtlichen Mitglieder des Arbeitskreises Naturschutz (AKN), Henry Holst und Jürgen Meyer.
"Buchen sind Schattenbäume, die bis unten belaubt sind, um ihren Stamm zu schützen. Und sie bekommen 'Sonnenbrand', wenn man die Bäume drumherum wegnimmt. Es ist schade, dass die Unternehmen, die solche Flächen auslichten, nur ihre Aufträge erledigen und darauf nicht hinweisen. Es ist ein Jammer, dass diese alten, ortsbildprägenden Bäume nun gefällt werden müssen", sagt Henry Holst. Es sei ohnehin ein Problem, dass Bäume inzwischen immer höher ausgesägt würden, so Jürgen Meyer. "Das ist so, als würde man einem Menschen ein Drittel seiner Lunge rausschneiden", erklärt er. Die AKN-Mitglieder und der Bürgermeister wünschen sich, dass andere Gemeinden aus diesen Fehlern in Heidenau etwas lernen.
"Uns wurde erst gesagt, dass wir auf die Buchen achten sollen, nachdem wir das Grundstück im Jahr 2015 verändert hatten", so Reinhard Riepshoff. Um die Bäume zu erhalten, hatte die Gemeinde extra die Flächen, auf denen sie stehen, behalten.
Rückblick: Die Gemeinde hatte das Grundstück an der Hauptstraße gegenüber dem Feuerwehrhaus um 1996 gekauft. 1998 ging ein Teil der Fläche an die Samtgemeinde Tostedt für den Bau des Kindergartens. Als die Gemeinde die Fläche 2015 für den Bau der Läden zur Erweiterung der Nahversorgung veräußerte, wurden zwei Eichen und eine Pappel gefällt und das sogenannte Busch-Haus dort abgerissen.
Dass die 100 bis 200 Jahre alten Buchen nicht mehr zu retten sind, hatte Tostedts Bürgermeister und Forstexperte Gerhard Netzel der Gemeinde nach deren Begutachtung mitgeteilt. "Deshalb verzichten wir auch auf ein Gutachten, das uns das bestätigt", sagt Reinhard Riepshoff.
Er versichert aber, dass neue Bäume gepflanzt werden, nachdem die Buchen gefällt oder abgesägt wurden. "Keine kleinen Stämme, sondern schon richtige Bäumchen", so der Bürgermeister.
Auch die unter den Bäumen aufgebrachten Hackschnitzel sollen verschwinden. "Es gibt jetzt einen aktuellen Ratsbeschluss, diese Flächen und auch Wegeränder in der Gemeinde zu bepflanzen und anders zu pflegen", erläutert Reinhard Riepshoff. Das mit dem AKN abgestimmte Entwicklungs- und Pflegekonzept solle der Nachhaltigkeit und dem Naturschutz dienen.

Bürgermeister Reinhard Riepshoff (Mi.) sowie Jürgen Meyer (li.) und Henry Holst vom AKN bedauern, dass die zwei Buchen (vorn und zwischen Meyer und Riepshoff) gefällt werden müssen
Reinhard Riepshoff (re.) und Ratsherr Hans-Jürgen Wiechern im Sommer 2015 auf der Fläche, auf der nun die Fachgeschäfte sind
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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