JUNGE MENSCHEN IN DER KOMMUNALPOLITIK
Anne Ramms möchte sich für die Interessen junger Menschen einsetzen
- Anne Ramms
- Foto: Thilo Ramms
- hochgeladen von Stefanie Hansen
WOCHENBLATT: Du kandidierst für den Gemeinderat Tostedt für die Wählergruppe "Wir in Tostedt", für die Dein Vater Thilo seit fünf Jahren im Kommunalparlament mitarbeitet. Woher kommt die Motivation, Dich selbst politisch zu engagieren?
Anne: Das politische Engagement meines Vaters hat sicherlich dazu beigetragen, mein Interesse an der Kommunalpolitik zu wecken. Gleichzeitig beschäftige ich mich aber auch unabhängig davon schon länger mit politischen und gesellschaftlichen Themen, unter anderem hatte ich Politik und Wirtschaft als Leistungskurs in der Schule. Besonders wichtig ist mir, auch den jüngeren Menschen in Tostedt eine Stimme zu geben und ihre Interessen stärker in die kommunalpolitische Arbeit einzubringen. Außerdem halte ich es für wichtig, sich nicht nur über politische Entscheidungen zu unterhalten, sondern sich selbst aktiv für unsere Demokratie und das Zusammenleben vor Ort einzusetzen.
WOCHENBLATT: Welches sind die Schwerpunkte, für die Du Dich politisch engagieren willst?
Anne: Ein Schwerpunkt, der mir auch aufgrund meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuz in Tostedt besonders am Herzen liegt, ist der Katastrophenschutz und eine gute medizinische Versorgung vor Ort. Gleichzeitig möchte ich mich stärker für die Interessen junger Menschen einsetzen. Aus meiner Sicht fehlen in Tostedt teilweise Angebote und Treffpunkte für Jugendliche und junge Erwachsene. Hier könnte man beispielsweise über zusätzliche Abendangebote nachdenken. Ein weiteres wichtiges Thema ist für mich die Mobilität. Gerade die Außenorte sollten besser mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein. Auch eine zuverlässige Bahnanbindung ist für viele Menschen in Tostedt wichtig. Deshalb sollte aus meiner Sicht auch die Zuverlässigkeit des Metronoms weiterhin ein Thema sein.
Ich studiere Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg und wohne weiterhin in Tostedt. Dadurch bin ich trotz meines Studiums vor Ort und kann insbesondere Abendtermine gut wahrnehmen. Natürlich muss man Studium, Ehrenamt und kommunalpolitische Arbeit miteinander organisieren. Ich bin aber überzeugt, dass das mit einer guten Planung und einer vernünftigen Arbeitsteilung innerhalb der Gruppe gut möglich ist.
WOCHENBLATT: Wo siehst Du Deine berufliche Zukunft?
Anne: Ich stehe noch am Anfang meines Jurastudiums und kann mich deshalb zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auf eine bestimmte berufliche Richtung festlegen. Das Studium eröffnet viele unterschiedliche Möglichkeiten, und genau das finde ich daran interessant. In den kommenden Jahren möchte ich durch Praktika verschiedene Berufsfelder kennenlernen und herausfinden, welcher Bereich am besten zu mir passt. Ich möchte mich nicht möglichst früh, sondern gut informiert für einen beruflichen Weg entscheiden, mit dem ich langfristig zufrieden bin.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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