Tostedt
Erneuerung der Gewerbestraße Zinnhütte im Bauausschuss

Dieser kleine Firefighter löscht kein Feuer: Er demonstriert, wie tief eines der Schlaglöcher in der Tostedter Zinnhütte ist | Foto: bim
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  • Dieser kleine Firefighter löscht kein Feuer: Er demonstriert, wie tief eines der Schlaglöcher in der Tostedter Zinnhütte ist
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Die Erneuerung der Straße Zinnhütte im gleichnamigen Gewerbegebiet mit den Einkaufs- und Sondermärkten ist Thema in der Sitzung des Bau- und Wegeausschusses der Gemeinde Tostedt am Donnerstag, 4. September 2025, um 18 Uhr im Sitzungsraum im Rathaus Tostedt, Schützenstraße 26a. Inzwischen geht es nicht mehr nur um die seit Jahren verschobene Sanierung der Straße inklusive der Anlage angemessener Radwege, sondern sogar um einen möglichen Kreisverkehrsplatz an der Kreuzung Zinnhütte/Weller Straße.

Auf der Fahrbahn sollen für den Radverkehr Schutzstreifen angelegt werden vom Knoten Weller Straße bis zum Betonwerk. Im weiteren Verlauf bis zur Niedersachsenstraße sollen Piktogramme aufgebracht werden.
Mit der vorgestellten und eventuell angepassten Planung soll eine Anliegerversammlung durchgeführt werden. Danach erfolgt eine erneute Beratung in den Gremien der Gemeinde.

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Straße befindet sich seit
Jahren in schlechtem Zustand

Die Straße Zinnhütte befindet sich mit Ausnahme des Bereichs vom Bauhof bis zur Niedersachsenstraße in einem schlechten Zustand. Für die Erneuerung der Straße und des Niederschlagswasserkanalnetzes wurde bereits ein Planungsauftrag an ein Ingenieurbüro vergeben, das diverse Voruntersuchungen durchgeführt bzw. beauftragt hat. 

Aufgrund der Gesamtlänge der Straße von ca. 880 Metern und z.T. erheblichen Breiten sowie des weitgehenden Erneuerungsbedarfes handelt es sich um eine recht umfangreiche Maßnahme. Daher gliedert sich der Planungsbereich in vier Teilabschnitte:

  • A: Knoten mit der Weller Straße/L 141 inklusive des Anpassungsbereiches in den Riepshofer Weg (ca. 50 Meter)
  • B: Weller Str. bis EWE (ca. 250 Meter); eingeschränkte Grundstücksbreite von ca. zwölf Metern.
  • C: EWE bis Betonwerk (ca. 380 Meter); große Grundstücksbreite von ca. 28 Metern.
  • D: Bauhof bis Niedersachsenstraße (ca. 200 Meter); eingeschränkte Grundstücksbreite von ca. zwölf Metern. 

Die Fahrbahn und der einseitige Gehweg wurden vor ca. 27 Jahren erneuert.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Zinnhütte von einer kleinen Gewerbe- / Industriestraße zu einem verkehrswichtigen Subzentrum mit diversem Gewerbe und Einzelhandel sowie der direkten Anbindung an den regional wichtigen Bahnhof Tostedt entwickelt.

Zwischen der Weller Straße und dem Betonwerk wurden in den letzten 25 Jahren abschnittsweise Gehwege erneuert und eine Fußgängerampel sowie ein Fußweg zur Brooksiedlung erstellt.

Erhebliche Verkehrsprobleme am
Knoten mit der Weller Straße

Mit der Einrichtung der P+R- Anlage und der Verstärkung des Einzelhandels in der Zinnhütte entstanden vor ca. 20 Jahren erhebliche Verkehrsprobleme am Knoten mit der Weller Straße. Schon damals kam die Idee auf, zur Verbesserung der Verkehrsabläufe mittel- bis langfristig einen Kreisverkehrsplatz (KVP) einzurichten. Nach und nach kaufte die Gemeinde dafür an allen vier Ecken des Knotens Flächen auf. Zur kurzfristigen Verbesserung wurde vom Land eine Ampel an der Kreuzung errichtet.

Nun muss die Politik darüber entscheiden, ob der Knoten Weller Straße im Rahmen der Erneuerung der Zinnhütte zum KVP umgebaut werden soll. Grundlage ist ein Verkehrsgutachten durch das Fachbüro Schubert aus Hannover. Über Zählungen wurden die Verkehrsmengen an diesem Knoten ermittelt und rechnerisch wurde die Qualität der Verkehrsabläufe festgestellt - sowohl für den Ist-Zustand als auch für die Prognosen bis 2035. 

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Kreisverkehr würde zu
deutlicher Verbesserung führen

Ergebnisse: Insgesamt ist die Kapazität der Ampel-geregelten Kreuzung weitgehend ausgeschöpft. Ein Kreisverkehrsplatz mit vorfahrtberechtigtem Fußgänger an allen Ästen würde bewirken, dass sämtliche Verkehrsbeziehungen die (beste) Qualitätsstufe A erreichen, d.h. er stellt verkehrlich eine deutliche Verbesserung dar. Der nichtmotorisierte Verkehr hätte keine Wartezeiten und Kfz nur sehr geringe.

Die Fahrbahn des KVP hätte einen Durchmesser von ca. 30 Metern und eine Breite von ca. acht Metern. Die Gehwegbreite beträgt ca. 2,5 m. Eine Fahrbahnanpassung in den Riepshofer Weg hinein und auch entlang der L141 wäre erforderlich.

Der Bau des KVP ist aber u.a. abhängig von der Zustimmung des Landes. Eine Kostenbeteiligung des Landes hängt wiederum von der verkehrlichen Notwendigkeit bzw. der zu erzielenden Verbesserung ab.

Beidseitig in Teilbereich
Lkw-Parkplätze anlegen

Weiterhin ist u.a. vorgesehen, auf Teilen der Zinnhütte beidseitig Lkw-Stellplätze anzulegen, da dort im Bereich der Lebenshilfe bereits seit Jahren ohnehin ständig Lkw parken. Diese beiden Parkplätze sind auch erforderlich, weil die Fahrradschutzstreifen das Parken am Fahrbahnrand verbieten. Den dadurch verdrängten Lkw sollen somit Alternativen geboten werden. Wenn auf die Schutzstreifen verzichtet wird, könnten diese Parkplätze entfallen, da die LKW dann weiterhin auf der Fahrbahn parken können.

Die Umsetzung der Maßnahme ist für 2027 geplant und soll in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt werden,  damit die anliegenden Gewerbebetriebe möglichst wenig eingeschränkt werden.

Grünen-Ratsherr Dr. Alexander Gröngröft hatte im WOCHENBLATT bereits im August 2020 sichere Radwege, u.a. in der Zinnhütte, gefordert:

Tostedts Radwege sollen schneller und sicherer werden
Dieser kleine Firefighter löscht kein Feuer: Er demonstriert, wie tief eines der Schlaglöcher in der Tostedter Zinnhütte ist | Foto: bim
Die Schlaglöcher und Unebenheiten in der Zinnhütte sind seit vielen Jahren ein Ärgernis | Foto: bim
Redakteur:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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