Kreuzung B75/K45 in Kakenstorf: "Hier herrscht ein hohes Gefahrenpotenzial"

Im Berufs- und Schulverkehr kommt es auf der K45 (re.) häufig zu brenzligen Situationen. Zum Absenken der Geschwindigkeit der Rechtsabbieger von der B75 war die Abbiegespur seit 2016 mit Baken abgesperrt worden und wurde bei der Sanierung der B75 im vergangenen Jahr ganz weggebaut
  • Im Berufs- und Schulverkehr kommt es auf der K45 (re.) häufig zu brenzligen Situationen. Zum Absenken der Geschwindigkeit der Rechtsabbieger von der B75 war die Abbiegespur seit 2016 mit Baken abgesperrt worden und wurde bei der Sanierung der B75 im vergangenen Jahr ganz weggebaut
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bim. Kakenstorf. Schulbusse, Lehrer sowie Hol- und Bringverkehr durch Eltern, die im dichten Berufsverkehr von der B75 in die Lange Straße (K45) in Kakenstorf und dort sofort auf das Gelände der Rudolf-Steiner-Schule Nordheide und des Waldorfkindergartens abbiegen und umgekehrt. Dazwischen Schulkinder aus dem Dorf, die den Weg zum Schulgelände zu Fuß zurücklegen. Oft genug kommt es dabei zu brenzligen Situationen. "Hier herrscht ein hohes Gefahrenpotenzial", ist sich der Kakenstorfer Gemeinderat einig. Daher hat das Gremium u.a. im August 2017 eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h auf rund 200 Metern der K45 beim Landkreis Harburg als zuständiger Straßenverkehrsbehörde beantragt. Doch obwohl es seit Ende 2016 laut einer Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung ausdrücklich möglich ist, auch an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Bereich von Kindergärten, Schulen und Altenheimen Tempo 30 anzuordnen, stellt sich der Landkreis Harburg quer.
Der Landkreis begründete die Absage von Tempo 30 u.a. damit, dass die Zufahrt zu Waldorfschule und -kindergarten zwar von der K45 erfolgt, der Bring- und Holverkehr mit vielfachem Aussteigen sowie das Betreten und Verlassen von Schule und Kindergarten aber auf dem großen, befestigten Grundstück erfolge.
"Außer Acht gelassen wird dabei allerdings, dass im Nahbereich rund um das Gelände durchaus der vom Landkreis genannte 'starke Ziel- und Quellverkehr mit all seinen kritischen Begleiterscheinungen' herrscht - trotz der Parkmöglichkeiten auf dem Gelände", so Kakenstorfs stellvertretender Bürgermeister Reinhard Hinrichs (SPD). "Die Ablehnung ist offensichtlich zurückzuführen auf eine lediglich oberflächliche Betrachtung der örtlichen Situation", so Hinrichs. Auch treffe es nicht zu, dass „fast der gesamte Schülerverkehr durch Schulbusse sowie durch den Bring- und Abholverkehr der Eltern erfolge. "Schülerinnen und Schüler benutzen den Fußweg in erheblicher Anzahl, sowohl nach Schulende wie auch in den Pausen", so Reinhard Hinrichs weiter. Hinzu komme, dass Geschwindigkeitsmessungen ergeben hätten, dass im Zufahrtsbereich der Schule vielfach zu schnell gefahren werde.

In Hanstedt ist Tempo 30 auf einer Kreisstraße möglich

Außerdem sei es schließlich auch im Bereich der Grund- und Oberschule Hanstedt möglich gewesen, auf der Kreisstraße 55 (Buchholzer Straße) zwischen 7 und 17 Uhr Tempo 30 anzuordnen, so Reinhard Hinrichs. Auch dort befindet sich der Schuleingang hinter einem großen, vorgelagerten Parkplatz.
Rückblick: Wie mehrfach berichtet, fordern Schulleitung, Eltern, Lehrer und die Kakenstorfer Politik seit Jahren Maßnahmen, um die Situation im Kreuzungsbereich B75/K45 zu entschärfen. Um Abhilfe zu schaffen, wird seit Jahren nur Minimalaufwand betrieben: Da wurden Schilder mit Hinweis auf Schulkinder bzw. mit Hinweis auf die auf der K45 geltenden 50 km/h aufgestellt, Parkverbotslinien und geänderte Fahrbahnmarkierungen aufgemalt. Einzige bisher umgesetzte (bauliche) Maßnahme: Um die Geschwindigkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer, die von der B75 in die K45 abbiegen, zu reduzieren, war die Rechtsabbiegespur ab April 2016 mit Baken abgesperrt und im Zuge der Sanierung der B75 im vergangenen Jahr von der Landesstraßenbaubehörde Lüneburg komplett zurückgebaut worden.
Mit der Absage des Landkreises wollen es Kakenstorfs Politiker jedenfalls nicht bewenden lassen: Bürgermeister Heiko Knüppel (CDU) und Reinhard Hinrichs haben die Kreistagsmitglieder um Unterstützung ihres Anliegens gebeten und hoffen auf Beratung im Bau- und Planungsausschuss des Landkreises am 8. Mai um 15 Uhr im Kreishaus.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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