"Glasfaser Nordwest"
Tostedt bekommt schnelles Internet

Beim Spatenstich (v.li.): Frank Scheper und Christoph Meurer (beide Glasfaser Nordwest), Samtgemeinde-Bürgermeister 
Dr. Peter Dörsam, Jürgen Magull (Geschäftsführer Breko Einkaufsgemeinschaft), Moritz Markhardt (Samtgemeinde Tostedt) und Andreas Konofol (Telekom Technik GmbH)
  • Beim Spatenstich (v.li.): Frank Scheper und Christoph Meurer (beide Glasfaser Nordwest), Samtgemeinde-Bürgermeister
    Dr. Peter Dörsam, Jürgen Magull (Geschäftsführer Breko Einkaufsgemeinschaft), Moritz Markhardt (Samtgemeinde Tostedt) und Andreas Konofol (Telekom Technik GmbH)
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bim. Tostedt. "Innovationen können nur durch Kooperationen getragen werden", sagte jetzt Jürgen Magull beim Spatenstich für schnelles Internet Auf der Worth in Tostedt. Er ist Geschäftsführer der Breko Einkaufsgemeinschaft und Vertreter des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (Breko) - mit 350 Mitgliedern der führende Glasfaserverband Deutschlands. Dass er damit Recht hat, beweist das erst Anfang des Jahres von den Kommunikationsdienstleistern Telekom und EWE gegründete Unternehmen "Glasfaser Nordwest". Das Joint Venture beginnt bereits nach rund einem halben Jahr damit, Teile des süd-westlichen Tostedts als eine von 13 Pilotregionen mit über 2.700 modernen Glasfaseranschlüssen auszustatten - und damit die Versorgung mit zukunftssicherer digitaler Infrastruktur voranzubringen. In den kommenden Wochen und Monaten wird deshalb an verschiedenen Stellen im Ort gebuddelt.
Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam freut sich, dass Tostedts Haushalte und Unternehmen jetzt "mit rasendem Tempo für die Zukunft bereit gemacht" werden.
"Glasfaser Nordwest" arbeite eigenwirtschaftlich, ohne staatliche Zuschüsse. Im Ausbaugebiet von "Glasfaser Nordwest" befänden sich 3,4 Millionen Haushalte, von denen 1,5 Millionen in den kommenden zehn Jahren mit schnellem Internet versorgt werden sollen, berichtete Christoph Meurer, Geschäftsführer von "Glasfaser Nordwest". Das Joint Venture will dafür bis zu zwei Milliarden Euro investieren.
Das Verteilernetz werde bis zu den Wohnungen und Häusern der Anwohner verlegt (Fibre to the Home / FTTH). Bei denjenigen, die sich anschließen lassen wollen, werde das Glasfaserkabel mit einer Erdrakete ins Haus geschossen, erläuterte Jürgen Magull. Das neue Glasfasernetz sei nahezu störungsfrei und könne auch auf große Entfernungen stabile Bandbreiten liefern.
"Wir bauen ein offenes Netz", sagte Christoph Meurer. Die Kunden könnten zunächst wählen, ob sie Produkte von EWE oder Telekom buchen wollen. Im Herbst soll es dazu noch eine Informationsveranstaltung geben. Die neue Infrastruktur soll später dem gesamten Telekommunikationsmarkt "diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt" werden. Die ersten Kunden könnten noch in diesem Jahr ans Netz gehen und könnten dann mit bis zu 1.000 Mbit/s surfen.
Nach dem ersten Ausbau des Verteilernetzes in Tostedt sei östlich der Bahnhofstraße ein weiterer Abschnitt geplant. Wie es danach weitergeht, könne jetzt noch nicht gesagt werden. Dörsam hofft, dass auch die Mitgliedsgemeinden vom Ausbau durch "Glasfaser Nordwest" profitieren.
"Es tut uns leid für die Bürger in den Außenbereichen, wo bislang nicht feststeht, wann der Breitbandausbau umgesetzt wird", sagte Peter Dörsam zum - behördlich organisierten - Glasfaserausbau durch Bund und Landkreis in der Fläche, der seit mehr als vier Jahren auf sich warten lässt. Bisher wurde damit nur in den Gemeinden Appel und Handeloh begonnen.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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