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Feuer im Krankenhaus Buchholz / Mann (44) tatverdächtig

Auch im Technikraum des Buchholzer Krankenhauses war die Feuerwehr im Einsatz (Foto: Feuerwehr)

Schwelbrände an drei verschiedenen Stellen / Menschen nicht zu Schaden gekommen / Polizei ermittelt

os. Buchholz. Mittlerweile sieht es nach einer gezielten Brandstiftung aus: In der Nacht zu Sonntag ist im Krankenhaus Buchholz an drei verschiedenen Stellen ein Feuer ausgebrochen. Der Tatort ist noch abgesperrt, der Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro. Zeugenaussagen führten noch auf dem Krankenhaus-Gelände zur vorläufigen Festnahme eines Mannes (44), der zuvor an mehreren Stellen im Gebäude aufgefallen war. Die Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes dauern an.
"Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen", sagt Krankenhaus-Geschäftsführer Norbert Böttcher auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Bei den Löscharbeiten verletzte sich allerdings ein Feuerwehrmann leicht, er wurde vor Ort behandelt. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren Buchholz, Dibbersen, Sprötze und Trelde über drei Stunden im Einsatz.
Um 1.56 Uhr waren die Einsatzkräfte nach Angaben der Feuerwehr alarmiert worden. Bei Eintreffen der Feuerwehr waren das erste und zweite Obergeschoss eines Bettenhauses stark verraucht. U.a. brannte vor der Intensivstation ein Karton, hier hatten Krankenhaus-Mitarbeiter das Feuer bereits gelöscht. Die Feuerwehr löschte weitere Brandherde in der Lüftungszentrale und in einem zweiten Technikraum - dort brannten Kartons, Verpackungsmaterialien und ein Kleidersack. Durch die Hitze wurden mehrere Stromleitungen zur Intensivstation beschädigt. Die Stromversorgung wurde in Teilen so abgeschnitten, dass die Feuerwehr eine Notstromversorgung aufbauen musste. Lebenserhaltende Gerätschaften waren von dem Stromausfall nicht betroffen, sie liefen im Akkubetrieb weiter. Die Patienten der Intensivstation wurden auf andere Stationen verteilt.
"Dank der schnellen und umsichtigen Reaktion der Krankenhaus-Mitarbeiter und dem raschen Ablöschen der Brandherde ist ein weitaus höherer Schaden verhindert worden", lobte Feuerwehr-Sprecher Matthias Köhlbrandt.
Man werde sich gemeinsam mit der technischen Abteilung um eine schnellstmögliche Wiederherstellung der vollständigen Betriebsfähigkeit der Anlagen bemühen, versprachen Böttcher, der Ärztliche Direktor Dr. Christian Pott, dessen Stellvertreter Dr. Michael Scheruhn sowie Pflegedienstleiterin Angelika Hutsch in einer Mitteilung an die Belegschaft. Es sei beruhigend zu wissen, dass alle Brandschutzmaßnahmen wie die Brandmeldeanlage, die Brandschutzklappen und Rauchschutztüren ordnungsgemäß funktioniert haben.
Die Verantwortlichen betonen, dass die Versorgung im Krankenhaus Buchholz gewährleistet ist. Wer medizinische Hilfe benötigt, kann bedenkenlos in die Steinbecker Straße kommen.