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"Die Zerstörung ist ein Jammer!"

Beeindruckend: die Tempelanlagen in Palmyra. Wie viele davon noch stehen, ist unbekannt (Foto: Fotostudio Liberty Pictures)

IS-Milizen sprengen antike Tempelanlagen in Palmyra / Buchholzer erinnern sich an Ballonfahren in Syrien

os. Buchholz. Wenn Axel Ockelmann und Michael Spar in diesen Tagen Fernsehberichte über die Zerstörung der antiken Tempelanlagen in der syrischen Stadt Palmyra durch die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) sehen, wird ihnen ganz schwer ums Herz. "Es ist ein Jammer, das mit ansehen zu müssen", sagt Axel Ockelmann. "Palmyra ist eine so interessante Stadt voller Historie."
Der Ballonunternehmer aus Buchholz und Fotograf Spar erinnern sich gern ans Jahr 2007 zurück: Damals nahmen sie an einem großen, international besetzten Ballontreffen in Syrien teil. Die Einladung dafür sprach der Gouverneur der Provinz Homs aus, zu der auch Palmyra gehört. Der Kontakt nach Syrien kam über einen befreundeten Ballonfahrer aus England zustande.
Einmal fuhren Ockelmann und Spar über Palmyra, zwei Mal betrachteten sie die syrische Hauptstadt Damaskus von oben. Dabei machte Michael Spar spektakuläre Aufnahmen, die die ganze Schönheit der (antiken) Städte zeigen. "Gerade in Palmyra fühlte man sich wie in einer anderen Zeit", erinnert sich Axel Ockelmann. Auf der rund einen Quadratkilometer großen Anlage, die als Weltkulturerbe anerkannt ist, stehen zahlreiche Tempel, Säulen, Sandsteinquader und Mauern aus osmanischer Zeit. Wie viele von den antiken Schätzen noch stehen, lässt sich schwer sagen. "Man sieht ja nur IS-Propaganda-Videos im Internet", sagt Michael Spar. Eines zeigt die Sprengung des Baal-Tempels, der im ersten Jahrhundert errichtet wurde. Es gehe im nahe, die Zerstörungen in Syrien mitzuerleben, sagt Axel Ockelmann: "Es besteht die Gefahr, dass alles plattgemacht wird. Das ist heftig!"
An die Menschen in Syrien erinnern sich Axel Ockelmann und Michael Spar gerne. "Die Gastfreundschaft war phänomenal", sagt Ockelmann. Die Ballonfahrten glichen dagegen Himmelfahrtskommandos: Karten gab es nicht, Wettervorhersagen waren den Syrern nicht so wichtig.