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Fahrradwerkstatt nimmt Betrieb auf

Bei der Einweihung der Fahrradwerkstatt: Mitglieder der Fahrradgruppe des Bündnis für Flüchtlinge und Schülervertreter des Albert-Einstein-Gymnasiums

Buchholz: An der Bremer Straße werden alte Drahtesel von Ehrenamtlichen und Flüchtlingen aufgemöbelt

os. Buchholz. Die Fahrradwerkstatt an der Flüchtlingsunterkunft an der Bremer Straße in Buchholz hat jetzt offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Den Startschuss gaben am vergangenen Samstag die Mitglieder der Fahrradgruppe des Buchholzer Bündnis für Flüchtlinge und Schülervertreter des Albert-Einstein-Gymnasiums, das die Einrichtung mit 500 Euro unterstützt.
Aufgabe der Fahrradwerkstatt: Mitglieder der Fahrradgruppe und Flüchtlinge reparieren in dem Container an der Bremer Straße gemeinsam Drahtesel. Diese werden dann für 20 Euro verkauft - ausdrücklich nicht nur an Flüchtlinge, sondern auch an Obdachlose und Hartz-IV-Empfänger. Die Öffnungszeiten sind montags, dienstags, freitags und samstags von 14 bis 16 Uhr sowie nach Terminvereinbarung bei Heinrich Helms, Koordinator des Bündnis für Flüchtlinge, unter Tel. 04181-214788.
Fahrradspenden werden derzeit nicht benötigt, betonen Helms und Hans-Christian Haack, Sprecher der Fahrradgruppe. Bürger spendeten in der jüngeren Vergangenheit reichlich gebrauchte Räder. Neuer Bedarf werde aber entstehen, wenn in den neuen Flüchtlingsunterkünften am "Langen Sal" und "An Boerns Soll" Ende des Jahres/Anfang 2016 rund 200 neue Flüchtlinge einziehen, sagt Helms.
500 Euro zur neuen Fahrradwerkstatt steuerte das Albert-Einstein-Gymnasium bei. Dafür wurde ein Ständer gekauft, in den Fahrräder eingehängt werden können, sowie gebrauchte Drahtesel. Das Geld stammt aus den Varieté-Shows im Februar, die Schülervertretung durfte über die Verteilung des Erlöses mit entscheiden. "Wir finden das Thema Flüchtlinge sehr wichtig", sagten die Schülervertreter Lars Henke und Klaas Müller bei der Eröffnung der Einrichtung. Bereits vor einigen Wochen hatte der Discounter Lidl der Fahrradwerkstatt Material im Wert von rund 2.000 Euro gespendet (das WOCHENBLATT berichtete).
Übrigens: Die Fahrradwerkstatt soll nicht in Konkurrenz zu den etablierten Fahrradhändlern in Buchholz treten. Heinrich Helms: "Die Händler haben uns hervorragend unterstützt!"