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"Bürgern wieder Beachtung schenken"

Kandidat für die Bürgermeisterwahl: Uwe Schulze (Foto: archiv)

Interview mit Bürgermeister-Kandidat Uwe Schulze (48)

os. Buchholz. Am 25. Mai wählen die Buchholzer einen neuen Bürgermeister. Fünf Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge des scheidenden Stadtoberhauptes Wilfried Geiger. In den kommenden Wochen stellt das WOCHENBLATT die Kandidaten in einem kleinen Interview vor. Den Beginn macht der parteilose Kandidat Uwe Schulze (48). Er arbeitet als Betriebsratsvorsitzender beim TÜV Nord, ist verheiratet und hat keine Kinder.
WOCHENBLATT: Was hat Sie bewogen, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?
Uwe Schulze: Ich lebe seit 48 Jahren in dieser Stadt und habe den Wandel von Buchholz miterlebt. In dieser Zeit wurde Buchholz nach Strich und Faden vermarktet, wobei das Gewicht mit dem Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt etwas falsch verteilt wurde. Der Wirtschaftsstandort Buchholz muss klar weiter eine Priorität haben, nur sollte hier mit viel Feingefühl und Verstand das richtige Maß gefunden werden. Die Bürgerinnen und Bürger müssen wieder Beachtung spüren, sie müssen einbezogen werden.
WOCHENBLATT: Welche Projekte in Buchholz halten Sie für die dringendsten?
Uwe Schulze: Bürgerbeteiligung, Kitas, Barrierefreiheit, Bildung, Erweiterung des Linienverkehrs für den Buchholz Bus, Verschiebung in eine günstigere HVV-Tarifzone, Entlastung des Stadtkerns durch ein noch auszuarbeitendes Verkehrskonzept, weitere Umsetzung und mögliche Erweiterung des Klimaschutzkonzepts sowie Wirtschaftswachstum und bezahlbaren Wohnraum in Einklang zueinander bringen.
WOCHENBLATT: Wie wollen Sie mit dem Thema "Ostring" umgehen?
Uwe Schulze: Der Ostring ist in seiner Ursprungsform Geschichte, nun können wir die Geschichte neu schreiben. Dabei muss man aber diesmal mit einem gesunden Augenmaß an so ein Projekt herangehen. Man darf die Lebens- und Wohnqualität sowie auch Natur und Umwelt dabei nicht außer Acht lassen. Wichtig ist, von Anfang an die Bürger der Stadt mitzunehmen. Ich halte nichts von einer „Wir legen das Problem jemand anderem vor die Haustür“-Taktik.
WOCHENBLATT: Als Bürgermeister wären Sie Dienstherr von fast 300 Mitarbeitern. Sehen Sie es als Vor- oder Nachteil an, dass Sie bislang nicht in einer Verwaltung gearbeitet haben?
Uwe Schulze: Mir ist der Umgang mit vielen Mitarbeitern nicht fremd. Ich pflege eine faire und soziale Beziehung. Als Mitglied der Gewerkschaft ver.di habe ich sicherlich eine komplett andere, frische Art mit den Mitarbeitern konstruktiv zusammenzuarbeiten. Vergessen wir nie: Die Mitarbeiter sind der Motor eines jeden Unternehmens, ohne sie läuft es nicht.
WOCHENBLATT: Sie haben vier Konkurrenten. Wie sehen Sie ihre Wahlchancen?
Uwe Schulze: Ich kann mir derzeit ein Ergebnis oberhalb des dritten Platz vorstellen. Den Wahlkampf sehe ich sportlich und fair. Ich kann jedenfalls behaupten, dass ich mit meinen vier Mitbewerbern stets gute Gespräche geführt habe. Wegen der fehlenden finanziellen Mittel werbe ich nicht mit Plakaten, sondern mit Vertrauen und konstruktiven Gesprächen.