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In fünf Stufen zu "Buchholz 2025plus"

Städtische Fläche in der Nähe des Finanzamts: Was dort künftig geschehen soll, soll das Projekt "Buchholz 2025plus" u.a. klären

Themenkomplexe "Verkehrsentlastung" und "Wohnbebauung" sollen kombiniert behandelt werden

os. Buchholz. Um die wichtigsten Projekte in Buchholz für die nahe Zukunft, die Lösung der Verkehrsproblematik in der Innenstadt und die Schaffung neuer Wohnungen, unter einen Hut zu bekommen, initiiert die Stadtverwaltung das Vorhaben "Buchholz 2025plus". In einem moderierten Verfahren sollen unter breiter Beteiligung der Bürger Maßnahmen entwickelt werden, mit denen beide Themenkomplexe vereint werden können. Für die Moderation durch Markus Birzer, der bereits die Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) begleitet hat, will die Verwaltung vom Rat 15.000 Euro einwerben.
Wie berichtet, hatte die Baubehörde zuletzt alle Anträge zu den Themen Wohnungsbau und Entlastungsstraße im Osten - z.B. von der Gruppe SPD/Grüne/Linke, der FDP, der AfD und dem fraktionslosen Ratsherrn Hans-Wilhelm Stehnken - zurückgestellt, um an einer großen Lösung arbeiten zu können.
Die soll nun mit "Buchholz 2025plus" gefunden sein. Die Verwaltung schlägt einen fünfstufigen Ablauf des Planungsprozesses vor:
1. Dialogische Interviews: Vor Beginn des eigentlichen Projekts soll Moderator Birzer noch in den Sommermonaten Einzelgespräche mit Vertretern der Ratsfraktionen führen. "Hier soll auch eruiert werden, wo die Kompromisslinien liegen", erklärt Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse.
2. Vorbereitungstreffen: Direkt nach der Sommerpause sollen sich die Vertreter der Parteien und Vertreter der Verwaltung unter der Leitung von Birzer zusammenfinden. Dabei soll die Verwaltung Infos zur verkehrlichen Situation und zur Wohnbauentwicklung vorstellen und die planerischen Rahmenbedingungen benennen. "Bestenfalls gelingt es, in dieser Veranstaltung bereits gemeinsame Nenner im Sinne von Vorzugsvarianten (...) zu finden", heißt es in der Verwaltungsdrucksache.
3. Bürgerworkshop: Wenn im Vorbereitungstreffen der gemeinsame Nenner gefunden wird, wird die Bürgerschaft im Rahmen eines zweiteiligen Workshops an der Lösungsfindung beteiligt. Die Arbeitsgruppe soll auf 25 Personen beschränkt werden, Bürger sollen per Zufallsprinzip oder über einen Aufruf in den Medien ausgewählt werden.
4. Ratswerkstatt: Dort sollen die Vorzugsvarianten im Detail erläutert werden. Am Ende sollen erste Strukturpläne stehen, die die Basis für einen zeitnah anzustrebenden Grundsatzbeschluss im Stadtrat bilden.
5. Information der Öffentlichkeit: Das Ergbnis des Prozesses und der Inhalt des Ratsbeschlusses sollen der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Das ungewöhnliche Vorgehen zeigt, wie sehr gerade bei der Verkehrsproblematik durch teilweise jahrzehntelange Streitereien die Positionen festgefahren sind. Klar ist: Viel mehr als diesen einen Schuss wird die Politik nicht bekommen, um das leidige Thema endlich zu lösen.