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"Nicht nur Klamauk, sondern Besinnlichkeit": Stadtrat Buchholz diskutiert über Weihnachtsmarkt

Der Buchholzer Weihnachtsmarkt wurde im Stadtrat diskutiert
as. Buchholz. Einen Glühwein oder gebrannte Mandeln im Schein des festlich geschmückten Peets Hoff genießen, das gehört für viele Buchholzer zur Vorweihnachtszeit dazu. Seit dem 20. November ist der Weihnachtsmarkt auf dem Peets Hoff geöffnet, allerdings kommt der zeitige Beginn nicht bei allen gut an. Wie berichtet, wurde die frühe Eröffnung des Weihnachtsmarktes, noch vor dem Totensonntag kritisiert. Auch in der jüngsten Ratssitzung war der Weihnachtsmarktbeginn Thema. Vorausgegangen waren Anträge von Hans-Wilhelm Stehnken (fraktionslos) und Udo Antons (Die Linke), den Stadtrat den Beginn des Weihnachtsmarktes festlegen zu lassen bzw. den Weihnachtsmarkt erst nach Totensonntag zu eröffnen. Dabei ging es vor allem um die Frage, was mehr Gewicht hat: Kirche und Tradition oder die Interessen des Einzelhandels. „Müssen wir die Stille Zeit denn mit Events übertönen?“, fragte Ratsherr Udo Antons. Die wirtschaftliche Bedeutung des Weihnachtsmarktes für den Handel ließ er nicht als Argument gelten. „Vor nicht allzu langer Zeit war der Weihnachtsmarkt nur zwei Wochen lang geöffnet - hat sich die Situation in Buchholz für die Gewerbetreibenden seitdem so verschlechtert?“ Es gebe keinen sinnvollen Grund, den Weihnachtsmarkt schon vor Totensonntag beginnen zu lassen, so Antons. Auch Hans-Wilhelm Stehnken äußerte Zweifel an der Bedeutung des Weihnachtsmarktes als Wirtschaftsfaktor.
Die FDP-Fraktion lehnte dieAnträge ab. „Totensonntag und Kirchentage schließen Frohsinn nicht aus. Der Weihnachtsmarkt ist nicht nur Klamauk, sondern auch Besinnlichkeit“, sagte Arno Reglitzy. Auch die CDU-Fraktion sprach sich dafür aus, den Beginn des Weihnachtsmarktes den Veranstaltern zu überlassen. Es bestehe für den Einzelhandel die Notwendigkeit, die Buchholzer Innenstadt attraktiver zu gestalten, betonte Jan Bauer. Mit zehn Fürstimmen, 19 Gegenstimmen und sieben Enthaltungen wurden die Anträge von Stehnken und Antons abgelehnt.
Weiterhin stand nach der Amtsniederlegung des Ratsvorsitzenden Peter Noetzel (das WOCHENBLATT berichtete) die Wahl seines Nachfolgers an. Den Ratsvorsitz hat CDU-Parteikollege Jan Stöver (45) erhalten.