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Röhse fordert Solidarität mit den Flüchtlingen

Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse sprach über die Herausforderungen der Stadt

Appell beim Neujahrsempfang der Stadt / Bürgermeister verteidigt Steuererhöhungen

os. Buchholz. Kurz und auf den Punkt - das hatte sich Jan-Hendrik Röhse offenbar für seine erste Rede als Buchholzer Bürgermeister beim Neujahrsempfang der Stadt vorgenommen. Tatsächlich blickte Röhse vor mehr als 300 Gästen im Veranstaltungszentrum Empore in einer knappen Viertelstunde kurz auf 2014 zurück und benannte die wichtigsten Themen für das laufende Jahr. Mehrfach wurde sein Vortrag von Applaus unterbrochen.
Ein Hauptthema war die Erhöhung der Gewerbe- und Grundsteuern, die Röhse als eine seiner ersten Amtshandlungen umgesetzt hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Angesichts der angespannten Finanzlage habe er keine Alternative zu diesem Schritt gesehen. "Ich weiß, dass ich mit meinem Vorschlag viele - auch viele meiner Parteifreunde - in Verlegenheit gebracht oder sogar verärgert habe", so Röhse. Wenn man Verantwortung trage, müsse man auch unangenehme Entscheidungen treffen.
Ein zweites wichtiges Thema war die Aufnahme von Flüchtlingen. In diesem Jahr muss die Stadt Buchholz weitere 250 Flüchtlinge aufnehmen. "Ich erwarte von jedem Buchholzer Bürger ein Stück Solidarität mit den Flüchtlingen, die hier Schutz, Sicherheit und einen Neuanfang suchen." Wenn er im Fernsehen Bilder von Flüchtlingsschiffen sehe, die von Schleuserbanden im Mittelmeer ihrem Schicksal überlassen werden, sei er entsetzt und wütend zugleich, so Röhse. Gleiches gelte, wenn er die Aufrufe von Pegida sehe, die von Fremdenfeindlichkeit und Hass geprägt seien.
Trotz der angespannten Finanzlage sei die Stadt handlungsfähig und werde sich positiv gestalten. Als Beispiele nannte Röhse die Schaffung weiterer Krippenplätze, die fortschreitende Planung des Mühlentunnel-Neubaus, die Sanierung der Parkstraße sowie die Neugestaltung der Bahnhofstraße.
In seinem Grußwort betonte der stellvertretende Landrat Heiner Schönecke, er vertrat den erkrankten Landrat Rainer Rempe, den Schulterschluss zwischen der Stadt Buchholz und dem Landkreis bei den weiteren Planungen zur Umgehungsstraße Ostring. Wie berichtet, stimmte der Landkreis jetzt dem Mediationsverfahren mit den Klägern vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg zu. Launig erklärte Schönecke, er sehe die jüngst erfolgte Freigabe der Umgehungsstraße "B75 neu" als Startschuss für den Ostring. "Ansonsten ist die 'B75 neu' wohl etwas zu großzügig angelegt", sagte er unter dem Gelächter der Gäste.
Für den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs sorgte das Stadtorchester Buchholz unter der Leitung von Inka Kruse, u.a. mit Abba-Songs und Filmmusik ("Skyfall").