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Turnhalle Holm-Seppensen: Heftiger Gegenwind für Baudezernentin Grondke

In dieser Woche sollen die Rohbauarbeiten für die neue Turnhalle an der Mühlenschule beginnen (Foto: archiv)
os. Holm-Seppensen. Der politische Gegenwind für Buchholz' Baudezernentin Doris Grondke im Zusammenhang mit dem Neubau der Mühlenschul-Turnhalle wird deutlich stärker. In einer geharnischten Presseerklärung kritisieren acht Mitglieder des Ortsrates Holm-Seppensen fraktionsübergreifend die bisherige Planung. "Wir sind absolut unzufrieden über die Art und Weise des Vorgehens, unzufrieden über einen langsamen und planungsunsicheren Prozess und unzufrieden vor allem über die ausufernden Kosten, die noch immer seitens der Stadt kaum nach oben gedeckelt werden!", heißt es in der Erklärung.
Wie berichtet, entsteht an der Mühlenschule eine Eineinhalbfeld-Halle. Sie ersetzt die Einfeld-Halle, die im Mai 2012 einer Brandstiftung zum Opfer fiel. Baudezernentin Grondke setzte quasi im Alleingang ein Gutachterverfahren für den Neubau durch, bereits durchgeplante Varianten, die im Rathaus vorliegen, ignorierte sie. Obwohl das Verfahren bereits im Frühjahr abgeschlossen wurde, sollen die Bauarbeiten am Jungfernstieg erst in dieser Woche beginnen. Zudem wird der von der Politik vorgegebene Kostenrahmen weit überschritten. Allein die ersten drei Gewerke, die bislang feststehen, gaben 71.050,32 Euro mehr aus als veranschlagt - eine Überschreitung von 8,67 Prozent. Kein Grund zur Sorge im Rathaus: Bei der Kostenberechnung würden 20 bis 25 Prozent Mehrkosten als zulässig angesehen, heißt es in einer aktuellen Drucksache.
So entspannt sehen die Politiker in Holm-Seppensen die Sache bei Weitem nicht. Man nehme eine zeitliche und finanzielle Unsicherheit durch bauwerkeabhängige Ausschreibungen ohne Weiteres in Kauf, kritisieren die Lokalpolitiker. Von ursprünglich 1,83 Millionen Euro, die der Rat freigegeben habe, sei man schon jetzt bei Kosten von 2,3 Millionen Euro. Trotzdem biete man Baufirmen einen finanziellen Spielraum von weiteren 25 Prozent und nehme damit Baukosten von insgesamt bis zu 2,9 Millionen Euro in Kauf.
Auch Grondkes Gutachterverfahren kommt nicht gut an: "Es ist für uns absolut unverständlich, warum die Stadt hier einen anderen, vor allem teureren, unsicheren und langsameren Weg beschritten hat", kritisieren die Lokalpolitiker. Für 2,3 Millionen Euro hätte die Stadt einen schlüsselfertigen Neubau zum Festpreis erhalten können.
Der Ortsrat schließt seine Erklärung damit: "Es fällt uns schwer, die aktuelle Situation so zu akzeptieren und wir hoffen, dass hier noch kurzfristig und tatkräftig gegengesteuert, das Vorgehen sowie die aktuelle Planung geändert wird und vor allem die Kosten deutlich begrenzt werden."