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Gelenkschmerz wirksam stoppen

Fersenschmerz kann ebenso heftig wie hartnäckig sein. Radiotherapie ist eine Möglichkeit, bei Fersensporn und anderen Gelenkerkrankungen die Beschwerden zu nehmen (Foto: DAK)

Strahlentherapie - Behandlungsalternative fast ohne Nebenwirkungen

(nf). Eine alte Behandlungsmethode gegen Gelenkschmerz wird neu entdeckt und von wissenschaftlichen Fachgesellschaften empfohlen: die Strahlen- oder Radiotherapie. Im Krankenhaus Buchholz gehört sie zum medizinischen Leistungsspektrum.
Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die schmerzstillende Wirkung von Röntgenstrahlen erkannt. Die Strahlentherapie von Gelenkentzündungen und degenerativen Gelenkerkrankungen wie Arthrose war damals weitverbreitet, doch nahm ihre Bedeutung infolge der Entdeckung neuer Arzneien und Behandlungsmethoden ab.
Noch immer sind entzündungshemmende Medikamente - kombiniert mit physikalischen Therapien und Krankengymnastik - die erste Wahl bei akuten und chronischen Gelenkbeschwerden. Doch viele, gerade ältere Patienten vertragen Tabletten auf Dauer nicht und erzielen auch mit Physiotherapie nicht immer den erhofften Effekt.
Die Bestrahlung ist für solche Patienten eine hochwirksame und nahezu nebenwirkungsfreie Alternative. Die Dosis der dabei eingesetzten Strahlen beträgt einen Bruchteil dessen, was etwa bei der Therapie von Tumoren eingesetzt wird. Die Wirksamkeit ist beeindruckend. Beim Fersensporn, einem Knochen-Auswuchs an der Ferse, beträgt die Ansprechrate bei der Strahlenbehandlung nach Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie 70 bis 100 Prozent.
Auch bei Tennis- und Golferellenbogen, schmerzhafter Schulter und aktivierten Arthrosen in Finger-, Schulter-, Knie- und Hüftgelenken ist die Radiotherapie sehr geeignet. Durchschnittlich sechs Bestrahlungen von wenigen Sekunden Dauer sind erforderlich, damit die schmerzstillende Wirkung eintritt. Der positive Effekt kann über Jahre anhalten. Es wird empfohlen, die Behandlung nicht hinauszuzögern, weil die Wirksamkeit bei lange bestehenden Symptomen abnehmen kann.
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) im Krankenhaus Buchholz hält mit Linearbeschleunigern neuester Bauart optimale Bedingungen für die Strahlentherapie bereit. Die Strahlentherapeuten Dr. Peter Andreas. Dr. Uwe Imgart und Dr. Günther Bohlen beraten und behandeln die Patienten mit großer Expertise. Medizinphysiker errechnen einen individuellen Bestrahlungsplan. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. Die Patienten benötigen eine Überweisung von ihrem Facharzt.
- Infos und Anmeldung im Sekretariat der Strahlentherapie, Tel. 04181-131691, E-Mail sekretariat.strahlentherapie@mvz-buchholz.de. Infos auch unter www.strahlentherapie-buchholz.de.