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Der Haftbefehl hat den Intensivtäter (14) aus Buxtehude nicht beeindruckt

Eines der demolierten Autos: der Schaden beträgt mehrere Zehntausend Euro (Foto: Polizei)
Von Randale bis Raub: Haftbefehl hat den Jugendlichen nicht beeindruckt

tk. Buxtehude. Er ist erst 14 Jahre alt, und die Liste seiner Straftaten reicht von Sachbeschädigung und Einbruch bis hin zu Raub. Als Haupttäter einer Jugendgang in Buxtehude soll der 14-Jährige aus purer Zerstörungslust rund 50 Autos demoliert haben. Der Schaden beträgt mehrere Zehntausend Euro. Im Frühjahr soll er in eine Buxtehuder Kindertagesstätte eingebrochen sein. Als die Polizei ihn auf frischer Tat ertappte, hatte der 14-Jährige 1,0 Promille intus.



Dass seit Oktober bereits ein Haftbefehl bestand, der nur außer Vollzug gesetzt wurde, hat den jungen Intensivtäter offenbar nicht beeindruckt. Ende November soll er erneut einen Raub begangen haben. Jetzt die Konsequenz vor dem Amtsgericht Buxtehude: Untersuchungshaft.

Seit mehr als drei Jahren sorgt die als „Bollweg-Gang“ polizeibekannte Gruppe immer wieder für Ärger (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Es wurde ein dichtes Netz an Hilfen geknüpft und Sanktionen wurden deutlich gemacht. Für den 14-Jährigen offenbar bedeutungslos. Ein Insider berichtet, dass er sich von gar nichts habe beeindrucken lassen. Ruhe herrschte nur, als er aufgrund einer Weisung der Behörden für kurze Zeit außerhalb der Stadt untergebracht war. Kaum war der 14-Jährige wieder da, ging die Randale weiter.

Auch der Bruder des 14-Jährigen hat als jugendlicher Intensivtäter eine unrühmliche Karriere in Buxtehude gemacht: Im Frühjahr 2014 wurde der damals 16-Jährige zu einem Jahr Haft, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Bewährungsauflage war die Unterbringung in einer therapeutischen Einrichtung. Nach Insider-Angaben offensichtlich erfolgreich: Der junge Mann soll unauffällig sein. Vielleicht findet der jüngere Bruder auch noch den Weg zurück. Für einen

WOCHENBLATT-Informanten, der den Fall kennt, ist der Haftbefehl „die einzig richtige Reaktion“. Strafmaßnahmen, wie etwa eine Woche Jugendarrest, würden solche Intensivtäter noch als Auszeichnung betrachten.