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Ein Meilenstein für Hanstedt - Berlin fördert Waldbad-Sanierung mit 1,2 Millionen Euro

So stellt sich die Planungsgesellschaft Hildesheim das Waldbad Hanstedt nach der Sanierung vor (Foto: Planungsgesellschaft Hildesheim)
 
Olaf Muus

Eine gute Nachricht aus Berlin erreichte jetzt die Samtgemeinde Hanstedt: Das Waldbad ist in das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ aufgenommen worden. Der Bund stellt eine Fördersumme von rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. „Damit kann die Samtgemeinde, die den Förderantrag gestellt hatte, die angestrebten sozial-integrativen Ziele sowie die energetischen Maßnahmen gut umsetzen und das Waldbad als wichtige Kultur- und Freizeitstätte erhalten“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler, die sich in Berlin laut eigenen Angaben für das Projekt eingesetzt hat. Der Dank gelte vor allem der Samtgemeinde, so Stadler. Dort sei der Antrag nicht nur professionell erstellt, sondern auch mit viel Energie und Ehrgeiz verfolgt worden.
„Ich freue mich, dass das Hanstedter Waldfreibad zu den 56 Vorhaben gehört, die nun gefördert werden“, sagt auch Michael Grosse-Brömer (Brackel), Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „Damit können jetzt die dringend benötigten Sanierungsmaßnahmen beginnen."

mum. Hanstedt. Das sind gute Nachrichten für Hanstedt! Der Gemeinde wurde jetzt ein Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro für die Sanierung des Waldbads zugesprochen. Das Bundesbauministerium hatte im Herbst - sehr kurzfristig - ein Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen mit 140 Millionen Euro bereitgestellt (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Insgesamt gingen zu diesem Programm nach Informationen des Ministeriums fast 1.000 Projektvorschläge mit einem Antragsvolumen von rund zwei Milliarden Euro ein, wovon bundesweit nun 56 ausgewählt wurden. Das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ ist Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung und zielt auf die Behebung des Investitionsstaus bei der sozialen Infrastruktur. Gefördert werden investive Projekte mit besonders sozialer und integrativer Wirkung.
„Mit meiner Verwaltung hatte ich nach dem Hinweis auf das Förderprogramm Vollgas gegeben“, sagt Hanstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus. „Glücklicherweise hatte der Arbeitskreis Waldbad bereits einen ersten Entwurf entwickelt, aus dem dann ein Konzept für das Förderprogramm zugeschnitten wurde.“ Im Vordergrund stand dabei die Idee, den Charme des Waldbades zu erhalten, dabei aber das Bad für alle Generationen noch attraktiver zu gestalten und auch die in die Jahre gekommenen Sanitär- und Umkleidebereiche sowie die Technik zu erneuern. Muus geht von Gesamtkosten in Höhe von 2,57 Millionen Euro aus.
Mütter und Väter des Erfolgs gibt es laut Muus viele. Da seien zunächst die Menschen aus der Verwaltung, Fachbereichsleiter Horst-Elert Stödter und seine Vertreterin Cornelia Schwanemann, die gemeinsam mit dem Planungsbüro PGH ein Konzept und einen Förderantrag erarbeitet haben, der in Berlin als ganz besonders förderungswürdig angesehen wurde. „Natürlich die Arbeitsmitglieder aus Samtgemeinderat und Vereinen sowie der gesamte Samtgemeinderat, der bereit war, kurzfristig, die nötigen Entscheidungen zu treffen“, so Muus, der auch den Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler (SPD) und Michael Grosse-Brömer (CDU) dankte. „Ihnen liegt ihre Heimatregion am Herzen, daher haben sie sich auch in Berlin entsprechend eingesetzt.“
Diese Förderung sei der Durchbruch für die Sanierung des Waldbads, die ansonsten voraussichtlich erst 2018 oder später hätte kommen können. Muus: „Die Verwaltung wird jetzt die Koordinierungsgespräche mit der Bundesbauverwaltung abwarten und dann die AG Waldbad wieder einberufen, um die weiteren Schritte abzustimmen.“ An einer Befragung zur Gestaltung des Waldbads hatten mehr als 600 Interessenten teilgenommen. Die ungefähre Zeitachse sieht vor, dass die Planungen in 2016 abgeschlossen werden. Nach der Saison 2017 sollen dann die Baumaßnahmen beginnen. „Bis Ende 2018 muss dann die gesamte Maßnahme abgerechnet sein“, so Muus.
In Niedersachsen werden folgende weitere Projekte unterstützt:
• Celle, Sport-Jugend-Kultur CD-Kaserne, 1,3 Millionen Euro
• Goslar, Kulturmarktplatz: 4 Millionen Euro
• Hinte, Grundschulen mit Turnhallen: 3,3 Millionen Euro
• Lüneburg, Sporthalle Sportpark Kaltenmoor: 4 Millionen Euro