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„Wir werden das nicht dulden!“ - SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sprach in Hanstedt zum Thema „Entschlossen gegen Radikalisierung“

Die Führung der SPD im Landkreis Harburg empfing Generalsekretärin Yasmin Fahimi (Mitte) anlässlich des Neujahrsempfangs in Hanstedt
 
Zu Gast in Hanstedt: Generalsekretärin Yasmin Fahimi

"Wir lassen uns nicht gegeneinander aufhetzen", so Yasmin Fahimi. Die Generalsekretärin der SPD sprach am Sonntag anlässlich des Neujahrsempfangs der Landkreis-Genossen im „Alten Geidenhof“ in Hanstedt vor etwa 200 Gästen. Das Thema ihre Rede lautete „Entschlossen gegen Radikalisierung“.
„Die SPD will den Kampf gegen gewalttätigen Rechtsextremismus sowie radikalen Salafismus und Antisemitismus verstärken“, so Fahimi. „Gewalttätige Radikale werden wir nicht tolerieren, sondern ihnen mit der ganzen Härte des Gesetzes entgegentreten“, lautete das Credo der SPD-Generalsekretärin. Fahimi, Tochter eines iranischen Chemikers, wird laut eigener Aussage selbst oft als „Ausländer-Drecksau“ beschimpft. „Ich bin davon überzeugt, dass Ängste dort entstehen, wo keine Begegnung stattfindet.“
Im Rahmen des Neujahrsempfangs verlieh Klaus-Dieter Feindt, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks, Professor Dr. Jens-Rainer Ahrens die Willy-Brandt-Medaille in Gold. Mit der höchsten Auszeichnung der SPD bedankte sich Feindt für das große Engagement des Asendorfers. Der ehemalige, langjährige Landtagsabgeordnete Ahrens führte die SPD-Kreistagsfraktion zwischen 2001 und 2014.

mum. Hanstedt. „Entschlossen gegen Radikalisierung“ lautete das Motto des Neujahrsempfangs der SPD im Landkreis Harburg. Mehr als 200 Gäste - darunter Landrat Rainer Rempe, die Bürgermeister der Gemeinden sowie Vertreter aus Wirtschaft und den Vereinen - waren der Einladung von Klaus-Dieter Feindt, dem Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks, zum Neujahrsempfang in den „Alten Geidenhof“ nach Hanstedt gefolgt. Gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Bernd Lange, der Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler und Tobias Handtke (Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion) stimmten sich die Genossen auf das neue Jahr ein.
Mit dabei war als Ehrengast SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi. Sie machte in ihrer Rede deutlich, dass die SPD den Kampf gegen gewalttätigen Rechtsextremismus sowie radikalen Salafismus und Antisemitismus verstärken will. „Gewalttätige Salafisten und rechter Mob, die sich auf Straßen gegenseitig hochschaukeln, werden wir nicht tolerieren, sondern mit der ganzen Härte des Gesetzes entgegentreten“, betonte Fahimi. Sie selbst sei als Tochter eines iranischen Chemikers oft rassistischen Beleidigungen ausgesetzt. „Schauen Sie mal auf meine Facebook-Seite“, forderte sie die Gäste auf. „Dort werde ich als ‚Ausländer-Drecksau‘ bezeichnet.“
Fahimi machte in ihrer Ansprache deutlich, dass die Demokratie in Gefahr sei. „Dies zeigen die NSU-Morde, die Pegida-Bewegung, aber auch die Auseinandersetzung mit Salafisten, aufkeimender Antisemitismus und jüngst die Anschläge in Paris“, so Fahimi. Sie selbst sei davon überzeugt, dass Ängste dort entstehen, wo es keine Begegnung gebe. „Es ist doch überraschend, dass ausgerechnet in Sachsen, wo weniger als zwei Prozent Ausländer wohnen, die Menschen auf die Straße gehen“, so Fahimi. „Ich glaube, viele von den Pegida-Demonstranten haben noch nie Kontakt zu einem Ausländer gehabt.“
Die SPD will mehr Geld als bisher zur Verfügung stellen: „Die Bundesmittel zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Antisemitismus, gewaltbereiten Hooligans und menschenverachtender Gewalt wurden Anfang des Jahres auf 40,5 Millionen Euro aufgestockt“, so Fahimi. Die Aussteigerprogramme seien wichtige Präventionsmaßnahmen.
• Emotionaler Höhepunkt des Neujahrsempfangs war die Ehrung von Professor Dr. Jens-Rainer Ahrens mit der Willy-Brandt-Medaille in Gold. Mit der höchsten Auszeichnung der SPD bedankte sich Feindt für das große Engagement des Asendorfers. Der ehemalige, langjährige Landtagsabgeordnete Ahrens führte die SPD-Kreistagsfraktion zwischen 2001 und 2014. Von 1996 bis 2001 war Ahrens ehrenamtlicher Landrat. Als Landtagsabgeordneter - von 1970 bis 1990 - war Ahrens vor allem in der Bildungspolitik aktiv. „Vor einem Jahr nahm meine Frau noch an diesem Empfang teil“, so Ahrens. Sie verstarb im Februar vorigen Jahres. „Sie hat sich schon vor vielen Jahren für die Integration von ausländischen Mitbürgern eingesetzt.“ Das sei heute wichtiger denn je. „Lieber Jens-Rainer, Genossen wie Du sind eine Auszeichnung für die Partei“, lobte Yasmin Fahimi.