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Die Energiewende läuft: Harsefeld setzt auf erneuerbare Quellen

Die Technik im Harsefelder Klärwerk ist komplett erneuert worden
jd. Harsefeld. Alle reden von der Energiewende. Die Umstellung der Strom- und Wärmeversorgung in Deutschland von der risikobehafteten Atomkraft sowie von den begrenzt verfügbaren fossilen Brennstoffen ist eine Mammutaufgabe für die kommenden Jahrzehnte. Gefordert ist nicht nur die große Politik in Berlin, die bundesweit die Rahmenbedingungen schaffen muss. Auch auf kommunaler Ebene kann viel bewirkt werden. Was alles möglich ist, zeigt das Beispiel Harsefeld.

So plant die Samtgemeinde, ein Nahwärmenetz zu ziehen, das sieben öffentliche Einrichtungen wie Rathaus oder Eissporthalle versorgen soll. Die Heizenergie soll mittels eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) erzeugt werden, das mit umweltfreundlichem Bio-Methan befeuert wird. Willkommener Nebeneffekt: Der gleichzeitig erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist, sodass die Gemeinde dafür noch Geld erhält.

Bereits umgesetzt sind umfangreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung beim örtlichen Klärwerk. Nachdem die Anlage modernste Leit- und Regeltechnik erhalten hat, ultra-sparsame Pumpen eingebaut worden sind sowie ein neues Aggregat wesentlich weniger "Saft" zieht, hat sich der Stromverbrauch im Vergleich zum Jahr 2009 um ein Drittel reduziert. Bei einem Preis von rund 21 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich so eine jährliche Ersparnis von 53.000 Euro.

Aber das ist längst nicht alles: Mit dem Gas, das beim Vergärungsprozess im Faulturm entsteht, wird im angeschlossenen BHKW Strom erzeugt. Außerdem ist auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert worden. Dank dieser beiden Komponenten arbeitet das Klärwerk autark: Der gesamte benötigte Strom wird selbst produziert. Die Senkung der Stromkosten hat auch für die Verbraucher einen positiven Effekt: Die Abwassergebühren konnten reduziert werden.