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Erfolgsgeschichte geht zu Ende

Gemeindedirektor Rainer Schlichtmann (re.) und Bauamtsleiter Peter Walthart präsentieren die Pläne für die Umgestaltung der Straße Am Wieh
jd. Harsefeld. In Harsefeld wird die letzte Baumaßnahme in Angriff genommen, für die es Mittel aus der Städtebauförderung gibt. Es ist eine mehr als zehnjährige Erfolgsgeschichte für Harsefeld, die im Spätherbst wohl ein für alle Mal endet: Seit 2004 wurde der Ortskern mit Mitteln aus der Städtebauförderung grundlegend saniert. Rund zehn Millionen Euro flossen in die Geest-Gemeinde, die das viele Geld aus Berlin und Hannover dazu genutzt hat, ihre "gute Stube" ordentlich in Schuss zu bringen. So wurde der jetzige Friedrich-Tobaben-Platz, der damals den Charme eines schäbigen Hinterhofes versprühte, zu einem attraktiven Mittelpunkt des Ortes. Doch das Förder-Programm ist ausgelaufen und auch für Harsefeld versiegt nun das Füllhorn.

"Die geplante Sanierung der Straße Am Wieh wird höchstwahrscheinlich die letzte Baumaßnahme sein, für die wir Zuschüsse aus dem Topf der Städtebauförderung erhalten", sagt Gemeindedirektor Rainer Schlichtmann. Dank dieses Programms hätten sich die Kosten der Kommune für Sanierungsmaßnahmen in der Ortsmitte wie die Neugestaltung der Marktstraße auf ein Drittel reduziert. Die beiden anderen Drittel seien jeweils von Bund und Land übernommen worden.

"Hinzu kommen die vielen privaten Sanierungsvorhaben, die aufgrund der Städtebauförderung umgesetzt wurden", so der Rathauschef. Ein Euro aus dem Förder-Programm habe rund den vierfachen Betrag an privaten Investitionen ausgelöst. Dadurch sei die Wirtschaft vor Ort ordentlich angekurbelt worden. "Das war wie eine kleine Konjunktur-Spritze für unser Handwerk," meint Schlichtmann. Gerne hätte er noch ein paar Jahre länger von diesem Förder-Programm profitiert. Schließlich gebe es noch die eine oder andere "Baustelle", die in Angriff genommen werden müsse. Doch andererseits könne man froh sein, dass überhaupt so lange Geld geflossen sei.

"Eigentlich ist das Programm schon längst beendet", erläutert Schlichtmann. In den vergangenen Jahren hätten nur noch Mittel zur Verfügung gestanden, die von anderen Kommunen nicht abgerufen worden seien. Da habe Harsefeld die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und bereits fertige Pläne aus der Schublade gezückt. Auf diese Weise konnte sich der Ort die eine oder andere Baumaßnahme zusätzlich leisten. Das ist auch der Fall bei der Straße Am Wieh: Die soll eine neue Fahrbahn erhalten und mit einem breiten Fußweg versehen werden, damit ihn auch ältere Menschen aus der nahegelegenen Wohnanlage mit ihren Rollatoren nutzen können.

Wenn im November die rund 260.000 Euro teure Umges