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Wird aus dem "Kinnerhus" in Ahrenswohlde ein Kindergarten?

Sind wohl bald Kindergarten-Kinder: Die Mädchen und Jungen aus dem "Kinnerhus"
jd. Ahlerstedt. Eine der letzten Kommunen mit Spielkreisen: Rechtsanspruch auf Krippenplatz bringt die Gemeinde Ahlerstedt in Zugzwang. Auch wenn es gegen den Willen vieler Eltern ist: Aus dem Spielkreis "Ahrenswohlder Kinnerhus" wird aller Voraussicht nach im August ein Kindergarten. Das bedeutet, dass die Kinder nicht mehr an vier, sondern an fünf Vormittagen in der Woche betreut werden.

Allerdings bedeutet das auch, dass die Eltern tiefer in die Tasche greifen müssen. Da die Personalkosten bei einer Aufstockung auf fünf Wochentage höher sind, steigen auch die Kita-Gebühren. Kürzlich befasste sich der Ahlerstedter Jugend- und Kulturausschuss mit dem Thema. Dort war die Umwandlung des Spielkreises in einen Kindergarten vorerst nur ein Gedankenspiel. Doch die Überlegungen werden nicht ohne Grund angestellt: Um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz zu erfüllen, muss die Gemeinde eine vierstündige Betreuung von Montag bis Freitag gewährleisten.

Doch in dieser Hinsicht gibt es schon jetzt Probleme: Da Kindergartenplätze fehlen, müssen fünf Kinder aus Ahlerstedt die Kita im benachbarten Hollenbeck besuchen. Dafür will der Flecken Harsefeld künftig Geld von der Gemeinde Ahlerstedt haben. "Es steht eine Summe von monatlich 130 Euro pro Kind im Raum", berichtet Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt: "Da kommen pro Jahr 7.800 Euro zusammen." Sinnvoller sei es, diesen Betrag für die höheren Personalkosten bei der Einrichtung eines Kindergartens zu verwenden.

Laut Arndt gehört Ahlerstedt ohnehin zu den wenigen Kommunen im Landkreis, die neben einem Kindergarten noch Spielkreise betreiben. Dieses Relikt aus Zeiten, als eine umfassende Kinderbetreuung noch nicht den Stellenwert besaß wie heute, bringt die Gemeinde nun in Zugzwang: Noch stehen die Anmeldezahlen für das kommende Kindergartenjahr nicht fest. Allerdings bedarf es keiner Hellseherei, um vorherzusagen, dass es Engpässe geben wird, wenn die Gemeinde nicht mindestens einen der drei Spielkreise in einen Kindergarten umwandelt. Dafür kommt nach Ansicht der Ausschussmitglieder am ehesten der Ahrenswohlder Spielkreis in Frage.