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Radelnd den Frühling genießen: Entlang der Fernradroute Mönchsweg beginnt es zu blühen

Gänseblümchen gelten seit dem frühen Christentum als Symbol für die Reinheit der Jungfrau Aaria (Foto: Fotolia / fotoknips)
(jd). Laut Wettervorhersage soll sich die Sonne in den kommenden Tagen rar machen. Doch die Temperaturen in zweistelliger Höhe, die für diese Woche angekündigt werden, lassen darauf hoffen, dass bald der Frühling Einzug hält. Wer die ersten Anzeichen des Frühlings bewusst wahrnehmen möchte, sollte sich auf seinen Drahtesel schwingen und eine ausgedehnte Radtour unternehmen. Dafür bietet sich der Mönchsweg an.

Diese 540 Kilometer lange Radfernroute quer durch den Norden verbindet mehr als 100 Kirchen miteinander. Einige Etappen führen auch durch den Landkreis Stade. Der Mönchsweg vereint religiöses Bewusstsein und Naturerleben. So finden sich am Wegesrand unzähligen Frühlingsblumen wie Schneeglöckchen, Krokusse und auch Gänseblümchen. Gerade Letztere haben eine besondere Bedeutung in der christlichen Religion.

Als Zeichen der Unschuld und Reinheit symbolisierte das Gänseblümchen im frühen Christentum Maria, die Mutter Jesu. Der Legende nach wuchsen überall dort Gänseblümchen, wo die Tränen Marias bei der Flucht nach Ägypten auf den Boden tropften. Die rötliche Färbung mancher Blüten soll das Blut Jesu versinnbildlichen. Die kleinen weißen Blümchen sind bereits beim Start des Mönchsweges am Bremer Dom anzutreffen. Dort blühen sie im Bibelgarten. Aber auch entlang der weiteren Route begegnet der Radler immer wieder den Gänseblümchen - etwa im Harsefelder Klosterpark.

Wer mehr über die christliche Bedeutung von Pflanzen erfahren möchte, sollte den am Mönchsweg gelegenen Klostergarten im Himmelpforten ansteuern. Als weiteres Beispiel wären die Osterglocken zu nennen: Sie symbolisieren im Christentum die Auferstehung Christi. Wie Jesus, der den Tod besiegt, erwacht diese Pflanze zu neuem Leben und erblüht um die Osterzeit in voller Pracht. Der Stader Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy, der den niedersächsischen Teil des Mönchsweges im Jahr 2014 mit eröffnete, ist selbst passionierter Radfahrer. Er empfiehlt, den Drahtesel mal an einer der vielen Kirchen entlang des Mönchsweges abzustellen und einen der Gottesdienste zu besuchen: „So werden Leib und Seele gestärkt.“

• Mehr Informationen: www.moenchsweg.de