Jäger sind Naturschützer

Er schoss den kapitalsten Damhirsch und wurde dafür auf dem Kreisjägertag ausgezeichnet: Jäger Hinrich Tobaben aus Revenahe (li.) erlegte das Tier während der Brunft. Ein prächtiger Schaufler lief auch dem Kreisjägerschafts-Vorsitzenden Peter Heinsohn aus Dollern vor die Flinte.
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  • Er schoss den kapitalsten Damhirsch und wurde dafür auf dem Kreisjägertag ausgezeichnet: Jäger Hinrich Tobaben aus Revenahe (li.) erlegte das Tier während der Brunft. Ein prächtiger Schaufler lief auch dem Kreisjägerschafts-Vorsitzenden Peter Heinsohn aus Dollern vor die Flinte.
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Welch wichtigen Beitrag die mehr als 1.300 Jäger im Kreis Stade für den Erhalt der Artenvielfalt in Flora und Fauna leisten, hob auch der Vorsitzende Peter Heinsohn hervor, der auf der Versammlung einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde. Nach seiner Ansicht ist das Blühstreifen-Programm ein mustergültiges Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten und Behörden.
Finanziert mit rund 35.000 Euro aus den Einnahmen der Jagdsteuer, können rund 30 Hektar an Randstreifen von Äckern mit blühenden Wildpflanzen angelegt werden. Diese böten Kleinsäugern, Vögeln und Insekten Nahrung und Schutz, so Heinsohn. Gleiches gelte für die „Lerchenfenster“. In diesen mehrere Quadratmeter großen , unbestellten Flächen inmitten von Kornfeldern können bedrohte Vogelarten wie Lerche oder Rebhuhn ungestört brüten. In der vergangenen Saison habe es rund 140 Lerchenfenster gegeben, so Heinsohn.

Jäger führen Schüler an die heimische Natur heran

Als Erfolgsstory wertet er die Aktion „Lernort Natur“, mit der Grundschulklassen auf kindgerechte Weise Kenntnisse über die heimische Tier- und Pflanzenwelt vermittelt werden. Mittlerweile seien dort 78 Jäger ehrenamtlich engagiert, so Heinsohn. Diese hätten im vergangenen Jahr rund 550 Stunden in ihrer Freizeit aufgewendet, um 890 Schülern die Natur vor Ort näher zu bringen. Kürzlich sei mit Unterstützung von zahlreichen Spendern das „Lernort Natur“-Mobil in Betrieb genommen worden, ein Anhänger, in dem sämtliches Unterrichts- und Anschauungsmaterial transportiert werden könne.
Nicht zufrieden zeigt sich Heinsohn mit der Entwicklung der Zahlen bei den Wildunfällen: Gab es im Vorjahr einen Rückgang um 20 Prozent, so ist nach der kürzlich erhobenen Statistik wieder ein Anstieg um 10 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt registrierten die Jäger 834 Zusammenstöße mit Wildtieren, davon mit 799 mit Rehen. Dass es in der Saison 2011/12 weniger Wildunfälle gab, führt Heinsohn auf die „Dreibein“-Aktion zurück: An unfallträchtigen Stellen seien zur Warnung rote Dreibeine aufgestellt worden. Doch nun hätten sich die Autofahrer wohl daran gewöhnt und würden weniger vorsichtig sein.
• Infos im Internet: www.jaegerschaft-stade.de

Lesen Sie auch dazu:
Fasan und Hase machen sich rar

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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