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„Gelbe Säcke“-Zorn im ganzen Landkreis

„Endlich greift das Thema mal eine Zeitung auf!“ Der WOCHENBLATT-Bericht über Stefanie Tschauder (70), die sich unendlich über den „Gelben Sack“ aufregt, hat ein überwältigendes Echo ausgelöst. Zahlreiche Leser stimmen der Seniorin in E-Mails und Facebook-Beiträgen zu
(mum). Unzählige E-Mails und jede Menge Zuschriften via Facebook haben das WOCHENBLATT nach dem Bericht über Stefanie Tschauder (70) erreicht. Die Rentnerin hat mit ihrer Kritik an den „Gelben Säcken“ offensichtlich einen „wunden Punkt“ getroffen. Das Material sei inzwischen so dünn, dass die Gelben Säcke bereits beim Befüllen reißen. „Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Säcke mir allein schon beim Trennen von der Rolle kaputt gingen“, so die Rentnerin.
Das WOCHENBLATT veröffentlicht eine Auswahl der Leser-Reaktionen:

• „Auch ich ärgere mich ständig über die miese Qualität der Säcke. Was ich nicht verstehe, in Soltau werden wesentlich bessere Säcke verteilt. Diese sind nicht nur reißfester, sondern fühlen sich auch dicker an.“
Andrea Pehka

• „Wenn die Säcke noch dünner werden, kann man den Müll direkt an die Straße kippen und gelb ansprühen."
Jens Peters

• „Stimmt! Sie zerreißen immer! Hauptsache Geld gespart - und ich muss nun immer Klebeband bereit halten, um die Löcher zu flicken!“
Charlie König

• „Ich habe mich bei der ‚Stade Aktuell‘-Messe mit einem Mann unterhalten, der dort die neue Gelbe Tonne vorgestellt hat. Als ich ihm dann meine Sorgen erzählt habe, meinte er nur, dass 2015 wirklich eine sehr schlechte Charge war. Aber auch ihn und seine Kollegen trifft es zu Hause. Gespräch beendet!“
Jenny Lipinski

• „Ich hoffe, dass Sie (die Medien) weiter an dem Thema dran bleiben und der Stadt und dem Landkreis aufzeigen, dass die sehr wohl in der Verantwortung stehen hier eine Lösung zu finden. Verantwortung abzuschieben und sich hinter mangelnder Weisungsbefugnis zu verstecken, ist absolut schäbig.“
Andrea Fricke

• „Man sollte die Gelben Säcke abschaffen und dafür eine Gelbe Tonne hinstellen, wie beim Papier. Es gibt Städte, in denen das schon praktiziert wird. Es würden dann auch die ständigen Produktionskosten für die Säcke entfallen! Vielleicht sollten wir eine Petition für eine Gelbe Tonne an die Stadt Buchholz oder das Land Niedersachsen schreiben, mit möglichst vielen Unterschriften.“
Richard Kremers


• „Es ist doch Irrsinn, Müll auszuwaschen. Ich denke, man soll die Umwelt schonen und außerdem nicht so viel Wasser verbrauchen. Aber die Gelben Säcke sind wirklich schlechter geworden.“
Gunda Boldt


• „Der Artikel spricht mir aus dem Herzen. Es ist also anzunehmen, dass mehrere Haushalte Probleme mit den Gelben Säcken haben. Ich kann diesen Dingern keine Qualität zusprechen, sondern nur als armseligen Mist bezeichnen. Meine Erfahrung ist, dass die Säcke bereits beim Trennen von der Rolle einreißen können. Oder dass beim Befüllen die Wandstärke zerschlitzt wird, obwohl sie bei mir in einem Sackgestell hängen. Zuletzt können sie sogar noch beim Zubinden einreißen. Auf meine Beschwerden bei der Abgabestelle im Ortsamt erhielt ich auch nur die Antwort: ‚Darauf haben wir keinen Einfluss‘.“
Sylvia Meyer-Schmidtke


• „Na endlich sagt mal jemand, was Sache ist. Diese hauchdünnen Säcke, die dauernd reißen, sind auch mir ein Dorn im Auge. Durch diesen Ärger kann es passieren, dass der Müll im Restmüll verschwindet.“
Hildegard Riemann

• „Da hat Frau Tschauder in allen Punkten recht. Es kann doch nicht sein, dass die Gelben Säcke seit Jahren schon der größte Schrott sind. Geht man in einen Laden, bekommt man nur eine Rolle - auch wenn meine Frau dabei ist. Frage ich freundlich nach, heißt es plötzlich, Ehepaare bekommen auch nur eine Rolle.“
Peter Waldheim

• „Man könnte meinen, die Säcke werden absichtlich in so einer mieser Qualität hergestellt, damit die Bürger sich die kostenpflichtige Tonne bestellen. Ohne mich!“
Michaela Fitschen

• „Ich hoffe, es kommen noch mehr Beschwerden. Aber wahrscheinlich wird sich auch dann nichts ändern. Aber gut, dass so etwas mal zur Sprache kommt.“
Anke Möller

• „Normalerweise reagiere ich eher bescheiden mit irgendwelchen Teilnahmen an Meinungsverbreitungen. Aber in diesem Fall möchte ich mich dazu wirklich äußern, weil diese Dame mir aus der Seele spricht. Die Gelben Säcke sind im Laufe der Zeit nachweislich dünner geworden und mittlerweile so dünn, dass diese auch bei mir immer wieder reißen. Bei der Verteilung ist es real, dass man mittlerweile, wenn überhaupt vorhanden, immer nur eine Rolle ausgehändigt bekommt. Und bei Famila in Winsen sind diese so rar, dass man sich ständig anhören muss: Wir haben keine mehr!“
Andre Krys

• „Es kann doch nicht der Sinn zur Vermeidung von Plastikmüll sein, dass man zwei bis drei Gelbe Säcke übereinander ziehen muss. Man braucht die Säcke nur scharf anzusehen, dann sind sie schon kaputt. Wir brauchen auch immer zwei Säcke und die Beschaffung ist wirklich nicht leicht. Dann kommt noch die Lagerung dazu. Im Keller will man so etwas nicht vier Wochen lagern und in der Garage, draußen oder im Schuppen lockten sie Mäuse, Ratten und andere Tiere an. Es wäre am besten, wenn wir Gelbe Tonnen nutzen könnten.“
Bettina Heinz


• „Der Bericht über den Ärger von Frau Tschauder spricht mir aus der Seele. Auch mir gehen die Gelben Säcke regelmäßig kaputt. Sei es beim Abreißen von der Rolle, beim Befüllen oder aber spätestens beim Zusammenbinden, wo ich regelmäßig das Zugband mitsamt des oberen Randes in der Hand habe. Ich erinnere mich, dass die Säcke vor ein paar Jahren noch eine ganz andere Qualität hatten. Dass sie nun so billig daher kommen und immer nur in sehr sparsamen Mengen abgegeben werden, hat vermutlich mit dem Missbrauch der Säcke zu tun. Einige Menschen haben sie wohl zu häufig als kostenlosen Ersatz für normale Müllsäcke benutzt. Dem zumindest wird durch die billige Verarbeitung wirksam vorgebeugt. Das Ärgernis bleibt also und vermutlich wird es wenig Interesse geben, dies zu ändern.“
Cornelia Kunner

• „Entweder die Gelben Säcke reißen beim Abrollen schon ein oder beim Einsetzen im Ständer - halten tun sie jedenfalls nicht. Ich denke, der Landkreis sollte hier seine Hausaufgaben machen und nicht die Schuld bei der Firma Husen suchen.“
Birgit Molsner

• „Ich kann Frau Tschauder nur zustimmen: Das Material der Säcke ist inzwischen so dünn geworden, dass mir 90 Prozent der Säcke bereits beim Einsetzen in unsere Tonne an der oberen Kante kaputt reißen - das nervt wirklich!“
Britta Arensmeier

• Die Service-Tonne ist keine Option - schließlich braucht man ja noch Platz für die Mischmülltonne, die Biotonne und die Altpapiertonne. Diese Sammlung wertet ein Grundstück optisch nicht auf."
Nina Berger

• „Haben diejenigen, die den Sack entwickelt haben, diesen auch auch einmal unter realen Bedingungen getestet? Und ganz ehrlich, zum Thema ‚Auswaschen der Becher‘: Wir möchten nicht anfangen, unserem Abfall noch zu spülen!"
Lena Kämpfer