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Der nächste Paukenschlag in Jesteburg: Reimer Siegel (FDP) wechselt zur CDU

Wechselt die Partei: Reimer Siegel zieht es zur CDU (Foto: kb)
mum. Jesteburg. Das Donnern des Paukenschlags nach der Abwahl von Cornelia Ziegert ist noch nicht ganz verhallt, da schlägt es erneut in Jesteburg kräftig ein: FDP-Urgestein Reimer Siegel hat von den Liberalen aus seinem Ortsverein genug! „Ich habe zum 31. Dezember meinen Austritt aus der Partei erklärt“, sagt Siegel. Allerdings bedeutet dies nicht das politische Aus des 76-jährigen Jesteburgers. „Ich bin in die CDU eingetreten und werde künftig für die Christdemokraten im Rat sitzen.“ Damit verschwindet die FDP von der politischen Bildfläche - zumindest in dem kleinen Heidedorf.
Siegel geht mit seinen ehemaligen Parteikollegen hart ins Gericht. „Als es um die Kandidaten für die Samtgemeinde-Bürgermeisterwahl ging, war ich - wie alle anderen Ratsfraktionen - der Meinung, dass wir Hans-Heinrich Höper unterstützen sollten“, erklärt Siegel. Man würde zwar auch bei ihm Fehler finden, doch Höper würde einen guten Job machen. Zudem hätte ein neuer Mann eingearbeitet werden müssen. Siegel sagte zu, den Amtsinhaber zu unterstützen.
„Dann kam meine Partei allerdings auf die Idee, mit dem FDP-Vorsitzenden Philipp-Alexander Wagner einen eigenen Kandidaten aufzustellen“, so Siegel. „Da habe ich nicht mitgemacht.“ Am Ende siegte Höper mit 74,5 Prozent der abgegebenen Stimmen; Wagner kam auf 25,5 Prozent. Zudem hätte die Partei versucht, auf Siegels Abstimmungsverhalten im Gemeinderat Einfluss zu nehmen. „So etwas lasse ich mit mir nicht machen“, sagt der 76-Jährige und zog die Konsequenz.
Siegel, der 30 Jahre lang als Geschäftsführer das Jesteburger Tagungshotel führte, sitzt bereits seit 24 Jahren im Gemeinderat. „Ich kann mir gut vorstellen, dass ich nächstes Jahr bei den Kommunalwahlen antreten werde - für die CDU!“
• Durch Siegels Parteiwechsel verändern sich auch die Mehrheiten im Jesteburger Gemeinderat. Die CDU kommt jetzt auf neun Plätze (bislang acht), die Grünen halten vier. Und dann ist da noch die SPD mit acht Plätzen. Aber noch haben sich Cornelia und Siegfried Ziegert nicht erklärt, ob sie nach der Entmachtung in der Partei bleiben wollen.