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Die Halle A1 wird abgerissen: Bendestorfer Gemeinderat plant neues Filmmuseum im ehemaligen Klangstudio

Die ersten Museums-Objekte stehen schon im ehemaligen Klangstudio: Bürgermeister Hans-Peter Brink (li.) und Fördervereins-Chef Walfried Malleskat sehen sich um
Es ist beschlossen! Die Halle A1 auf dem ehemaligen Filmstudio-Areal in Bendestorf wird abgerissen. Einst gingen dort Kinostars ein und aus.

mum. Bendestorf. Das Aus für die Halle A1 auf dem ehemaligen Filmstudio-Areal in Bendestorf ist beschlossen. Am Dienstag stimmte der Gemeinderat mit zehn zu drei Stimmen für den Abriss des Gebäudekomplexes. Zuletzt hatten, wie berichtet, vor allem die Grünen um den Erhalt der Halle gekämpft.
Auch das Gesprächsangebot der Samtgemeinde Jesteburg, sich am Kauf der Halle A1 zu beteiligen, kam für die Ratsmitglieder nicht in Frage. Aber: Die Bendestorfer wollen in Sachen Filmmuseum mit den Jesteburgern im Gespräch bleiben. „Wir haben deswegen beschlossen, auszuloten, wie das Filmmuseum in die Kulturlandschaft der Samtgemeinde Jesteburg eingebunden werden kann“, sagt Bürgermeister Hans-Peter Brink. Dahinter stehe auch die Hoffnung auf finanzielle Beteiligung an der Errichtung und dem laufenden Betrieb für das Filmmuseum, so wie Jesteburg auch das Kunsthaus unterstützte. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Filmmuseum, das Kunsthaus und die Kunststätte Bossard in einem Zusammenhang zu sehen sind“, so Brink.
Bereits sicher ist, dass der Filmfreunde-Verein einen Teil des Vox-Klangstudios für etwa 145.000 Euro kaufen wird. Diese Entscheidung fällten die etwa 60 Mitglieder während einer Sitzung. „Dank der Unterstützung von Sponsoren ist der Kauf möglich“, sagt Vereinschef Walfried Malleskat. Auf einer Fläche von 650 Quadratmetern (auf zwei Ebenen) entsteht das neue Filmmuseum. Absicht des Vereins sei es, als erste Maßnahme das alte Produzentenkino wieder funktionsfähig zu machen, um dort Filme zu zeigen. Parallel dazu würden die weiteren Räume der Kinoebene zu Aktions- und Ausstellungsräumen umgewandelt werden.
• Vorhabenträger Friedrich Lohmann stellte dann noch einmal die geplante Bebauung nach Abriss der Halle A1 vor. 30 Wohneinheiten sind vorgesehen. Im nördlichen Teil werden zwei Mehrfamilienhäuser mit acht Wohnungen und zwei mit fünf Einheiten gebaut. Dort, wo die Halle stand, soll eine große Grünfläche angelegt werden. Südlich davon plant Lohmann mit weiteren vier Wohnungen .
Bevor es allerdings los geht, muss Lohmann noch mit einer Eigentümergemeinschaft über ein Grundstück verhandeln (das WOCHENBLATT berichtete). Die Fläche wird als Zufahrt zum neuen Wohngebiet benötigt.
Am 20. Mai werden die Ergebnisse dann im Bauausschuss beraten. Spätestens bei der Ratssitzung am 22. Juli soll der Gemeinderat den Entwurf des Bebauungsplans verabschieden, damit er danach öffentlich ausgelegt werden kann. Bürgermeister Brink hofft darauf, dass innerhalb eines Jahres mit dem Abriss begonnen werden kann.

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