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Mega-Projekt am Sandbarg

Ulrich Salvers stellt heute seine Pläne vor (Foto: Ulrich Salvers)
 
Das Areal, auf dem der Architekt Ulrich Salvers seine Vorstellungen verwirklichen will, ist riesig (Foto: Ulrich Salvers)

Ein Projekt dieser Ausmaße hat es in Jesteburg wohl noch nie gegeben! Architekt Ulrich Salvers will nah am Ortskern mehr als 100 Wohneinheiten realisieren. Außerdem plant er Gewerbe auf fast 10.000 Quadratmeter anzusiedeln - darunter auch einen Verbrauchermarkt und ein Kompetenzzentrum. Salvers stellt die Pläne am heutigen Mittwoch im Bauausschuss vor.

mum. Jesteburg. Dieses Projekt stellt nahezu alles, was Jesteburg in den vergangenen Jahren gesehen hat - inklusive Clement-Areal, Oberschule und Famila-Ansiedlung - in den Schatten! Wie exklusiv berichtet, plante der Winsener Architekt Ulrich Salvers (Artrium Architekten) auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche nahe des Dorfzentrums ein Nahversorgungszentrum - unter anderem mit einem Lebensmittelmarkt und einem Discounter - zu errichten. Am heutigen Mittwoch, 22. März, präsentiert Salvers seine Pläne erstmals öffentlich im Bauausschuss (ab 19 Uhr im „Heimathaus“). Ein Blick in die öffentlich einsehbaren Ratsunterlagen macht deutlich, dass Salvers sein Vorhaben deutlich erweitert hat. Er möchte im Bereich zwischen der Bahnstrecke im Norden, der Straße „Sandbarg“ im Westen, der Straße „Am Osterberg“ im Norden und der Straße „Am Trunhoop“ im Osten mit Anbindung an die Landesstraße ein Nahversorgungszentrum, Wohnbebauung, ein Kompetenzzentrum und Erschließungsstraßen errichten. Konkret geht es um mehr als 100 Wohneinheiten und Gewerbe auf fast 10.000 Quadratmeter. Folgende Einzel-Projekte sind vorgesehen:
• Ein Verbrauchermarkt mit einer Verkaufsfläche von 2.400 Quadratmetern (plus 650 Quadratmeter Nutzfläche)
• Ein SB-Markt (Discounter) mit 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche (plus 530 Quadratmeter Nutzfläche)
• Sechs Shops mit Verkaufsflächen von jeweils 350 bis 650 Quadratmetern, insgesamt 2.850 Quadratmeter Verkaufsfläche (plus 850 Quadratmeter Nutzflächen)
• Eine Apotheke mit 180 Quadratmetern Verkaufsfläche
• Ein Café/Bäcker mit 190 Quadratmetern
• Ein Kompetenzzentrum mit einer Nutzfläche von 1.100 Quadratmetern
• Drei Mehrfamilienhäuser „Bezahlbarer Wohnraum“ mit insgesamt 48 Wohneinheiten in zweigeschossiger Bauweise mit ausgebautem Dachgeschoss
• Zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils zehn Wohnungen („Betreutes Wohnen“) in zweigeschossiger Bauweise mit ausgebautem Dachgeschoss
• Zwei weitere Mehrfamilienhäuser mit jeweils zehn Wohnungen, ebenfalls in zweigeschossiger Bauweise mit ausgebautem Dachgeschoss
• 14 Doppelhäuser in zweigeschossiger Bauweise.
• Sieben Einfamilienhäuser in zweigeschossiger Bauweise.
• Die Einfamilienhäuser und Doppelhäuser sollen über den Straßenzug „Am Trunhoop“ und einer neu anzulegenden Wohnstraße erschlossen werden.
Die Verwaltung hält offensichtlich nichts von Salvers-Plänen. Bereits in der Vorlage werden zahlreiche Argumente aufgezählt, die gegen das Projekt sprechen - unter anderem verstoße es gegen das Kongruenz- und Integrationsgebot. „Ein weiteres Problem stellt die mangelnde Erschließung aus dem südlichen Bereich von Jesteburg dar“, ist in der Vorlage nachzulesen. Der Knotenpunkt Hauptstraße/ Sandbarg habe schon erhebliche Mängel und werde den zusätzlichen Verkehr nicht aufnehmen können.
Bereits im Vorfeld hatte es reichlich Ärger gegeben. UWG Jes! und FDP hatten Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper vorgeworfen, die Salvers-Pläne absichtlich zurückgehalten zu haben, um die erneute Aufstellung eines B-Plans zur Famila-Ansiedlung nicht zu verzögern (das WOCHENBLATT berichtete).
• Außerdem wird Architekt Axel Brauer seine neuen Pläne für das ehemalige Tankstellen-Grundstück in Jesteburg-Lüllau vorstellen (das WOCHENBLATT berichtete in der Samstagsausgabe über das Projekt).

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