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Politik zieht an einem Strang: Gemeinderat stimmt für Fortschreibung des Masterplans

Haben eine Vision für Jesteburg entwickelt (v. li.): Sebastian Stegmann und Stefan Röhr-Kramer (WRS) sowie Thomas Wilken ("Kontor 21")

Jetzt hat der Gemeinderat abgesegnet, was längst schon überall bekannt war: die Fortschreibung des Masterplans für die Jesteburger Ortsmitte wurde einstimmig vom Gemeinderat beschlossen.

mum. Jesteburg. Während einer Klausurtagung Anfang Oktober hatten sich die Politiker bereits auf die Rahmenbedingungen verständigt. Im April war das Konzept von Thomas Wilken (Planungsbüro „Kontor 21“) und Vertreter des Architekturbüros WRS öffentlich vorgestellt worden (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach).
Das sind die Fakten:
• Damit der Ort dörflich bleibt, sind maximal zwei Vollgeschosse plus einem ausgebauten Dach- oder Staffelgeschoss zulässig. An der Ecke Lüllauer Straße ist sogar nur eine zweigeschossige Bebauung erlaubt.
• Um den Verkehrsfluss zu verbessern, erhält der geplante große Kreisel auf der Landesstraße 213 in Höhe der Einmündung Lüllauer Straße erste Priorität. Ob in nur 75 Metern Entfernung in Höhe der Einmündung Sandbarg ein weiterer kleinerer Kreisel entsteht oder ob dort Abbiegespuren ausreichen, soll die Verwaltung prüfen. Außerdem sollen auf der Hauptstraße gestrichelte Radfahrstreifen und zusätzliche Zebrastreifen entstehen. Die Bürgersteige werden verbreitert und hinter den Häusern entstehen neue Verbindungswege.
• Ob Tempo 30 in der Ortsmitte zu realisieren ist, soll die Verwaltung mit der Verkehrsbehörde absprechen. Die Hauptstraße ist eine Landesstraße mit übergeordneter Funktion.
• Privatstellflächen sollen in Absprache mit den Eigentümern auch öffentlich genutzt werden. Der Rat beschloss zudem die Einführung eines Parkraummanagements.
• Zurzeit wird die Schule am Sandbarg von der Oberschule genutzt. Nach deren Umzug in den Neubau im Sommer 2014 will die Gemeinde die Räumlichkeiten am Sandbarg umstrukturieren. Im Gebäude am Sandbarg soll ein Sitzungsraum für den Rat und die Fraktionen entstehen, das obere Geschoss haben die Kommunalpolitiker für eine gewerbliche Nutzung beziehungsweise eine Tagespflege freigegeben. Im Trakt parallel zur Bahn wird eine Krippe eingerichtet.
• Auch der Umzug der Touristinformation vom Gebäude der Sparkasse Harburg-Buxtehude in die „Lisa-Kate“ sei zu prüfen. Für die Neugestaltung des angrenzenden Spethmann-Platzes wird der Ankauf eines Grundstücksanteils der St. Martins-Kirchengemeinde erforderlich. Da bisherige Gespräche in dieser Sache nicht zum Erfolg geführt haben, soll dafür ein Arbeitskreis gebildet werden.

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