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Den Standort gemeinsam voranbringen

Freuen sich über die gemeinsame Vermarktung (v. li.): René Meyer (WLH), Elisabeth Mestmacher (Salzhausen), Wilfried Seyer (WLH), Olaf Muus (Hanstedt), Beate Thiel (Marxen), Sabine Schlüter (Bispingen), Martina Oertzen (Seevetal), Marko Schreiber (Egestorf) sowie Anette Randt (Landkreis Harburg)
 
Das Gewerbegebiet in Marxen wurde von der WLH sehr erfolgreich vermarktet. Aktuell ist nur noch eine kleine Grundstücksfläche von 3.024 Quadratmetern frei. (Foto: WLH)

"Wirtschaftsregion Nordheide" - Für mehr Wirtschaftswachstum: Kommunen entlang der A 7 bündeln unter Führung der WLH ihre Flächen.

(mum). „Im Wettbewerb um Unternehmen, Arbeitsplätze und einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung kommt es für Kommunen nicht nur auf eine gute Infrastruktur an, sondern auch auf starke Ideen, Netzwerke und Partner, die sich gemeinsam für den Erfolg von Wirtschaftsstandorten einsetzen“, so Wilfried Seyer. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH) ist davon überzeugt, diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen zu sein. Diese Woche fiel der Startschuss für die neue „Wirtschaftsregion Nordheide. A7 verbindet“.
Die WLH bündelt in diesem Zusammenschluss sechs Gewerbegebiete, um die Standortvorteile besser vermarkten zu können. Beteiligt sind die Gemeinden Seevetal, Marxen, Hanstedt, Salzhausen, Egestorf und Bispingen. Das Portfolio kann sich sehen lassen: Die sechs Kommunen bieten zusammen insgesamt 70 Hektar Gewerbefläche. Bereits heute sind dort etwa 50 Unternehmen mit mehr als 700 Arbeitsplätzen ansässig. Seyer ist begeistert: „13 Unternehmen haben sich allein in diesem Jahr für einen der sechs Standorte entschieden und knapp acht Millionen Euro investiert - und das Jahr ist nicht zu Ende.“ Der WLH-Chef ist sicher, dass der Zusammenschluss, der von einer großangelegten PR-Aktion begleitet wird, dabei helfen wird, die Region auch bundesweit in den Fokus zu rücken. Bereits in zwei Wochen will Seyer dies auf einer Messe in München unter Beweis stellen.

Wie ein Fachmarktzentrum

Wilfried Seyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH (WLH), weiß genau, was er sich von der „Wirtschaftsregion Nordheide“ verspricht. „Unser Ziel ist die weitere Ansiedlung von Unternehmen und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Außerdem wollen wir den Wirtschaftsstandort auch überregional noch bekannter machen.“ Statt kleinteiliger Angebote finden standortsuchende Unternehmen nun ein Portfolio an Gewerbeflächen, das Seyer mit einem „Fachmarktzentrum für Gewerbeflächen“ vergleicht. „70 Hektar erzielen eine größere Wirkung als sieben Hektar“, so Seyer. Diese Bündelung des Angebots mache es auch für suchende Unternehmen leichter.
Trotz eines überdurchschnittlichen dynamischen Wirtschaftswachstums und eines deutlichen Anstiegs der Erwerbstätigkeit in den vergangenen Jahren - der Landkreis Harburg liegt nach einer aktuellen Studie unter 402 Landkreisen auf Platz zehn bei der Neuansiedlung von Gewerbe - fällt die Region beim Gewerbesteueraufkommen immer noch hinter dem Landes- und Bundesdurchschnitt zurück. „Wir sollten die Ausweisung von Gewerbeflächen deshalb auch in Zukunft nicht vernachlässigen“, richtete Seyer einen Appell an die Bürgermeister. Sie seien mit den Investitionen, den Arbeitsplätzen und der Steuerkraft ein sehr wichtiger Baustein für die Daseinsvorsorge der Städte und Gemeinden.
Seyer betonte, dass der Zusammenschluss der sechs Gemeinden offen für andere Kommunen ist. „Das ist erst der Anfang“, so Seyer. Je mehr sich beteiligen, desto größer sei die Strahlkraft. Der WLH-Geschäftsführer unterstrich bei der Auftakt-Veranstaltung das gute Miteinander zwischen den Verantwortlichen der einzelnen Gemeinden. „Es bedurfte keiner zeitaufwändiger Workshops, um die Idee der 'Wirtschaftsregion Nordheide' in die Tat umzusetzen“, so Seyer. „Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken.“ Die neue „Wirtschaftsregion Nordheide“ sei ein gutes Beispiel für gelebte kommunale Solidarität.
Lob für die Initiative gab es von Hanstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus: „Ich kann die Allianz nur begrüßen, da wir auf diese Weise den Ansiedlungsinteressierten eine viel größere Vielfalt an Flächen anbieten können. Das Kirchturmdenken bringt uns in der Sache nicht weiter, sondern wir müssen für unsere Region denken, mit dem Ziel mehr und eine Vielfalt an Arbeitsplätzen zu bieten, so dass diejenigen die vielfach ja schon vor Ort wohnen, hier auch ihren Arbeitsplatz, beziehungsweise ihren Ausbildungsplatz finden können - ohne täglich auf ein Pendeln, speziell nach Hamburg angewiesen zu sein.“
• Das sind die Standorte der „Wirtschaftsregion Nordheide. A7 verbindet“:
• Gewerbegebiet „Am Bauhof Nord“ (Bosteler Feld) in Seevetal-Hittfeld: Größe des Gebiets (Bruttofläche): 8,5 Hektar. Die Erschließung des Gebietes wird in wenigen Tagen fertiggestellt sein. Für Unternehmen noch verfügbare Freifläche: 1 Hektar. Ansiedlung von aktuell sieben Unternehmen mit 117 Arbeitsplätzen.
• Gewerbegebiet „Schünbusch Feld“ in Marxen: Größe: 7,1 Hektar; Freifläche 0,3 Hektar. Ansiedlung von zwölf Unternehmen mit 202 Arbeitsplätzen.
• Gewerbegebiet „Auepark“ in Hanstedt: Größe: 7,2 Hektar; Freifläche: 2,4 Hektar. Ansiedlung von bislang 15 Unternehmen mit 99 Arbeitsplätzen.
• Gewerbegebiet „Salzhausen-Oelstorf II“ in Salzhausen: Größe: 8,5 Hektar; Freifläche: 3,2 Hektar. Ansiedlung von bislang drei Unternehmen mit 17 Arbeitsplätzen. Noch nicht mit eingerechnet ist die Zahl der Arbeitsplätze des benachbarten mittelständischen Unternehmens Salmatec, die im Gewerbegebiet Oelstorf II ihren Standort erweitern werden.
• Gewerbegebiet „Hauskoppel“ in Egestorf: Größe: 11 Hektar; Freifläche: 2,7 Hektar. Ansiedlung von bislang 16 Unternehmen mit 282 Arbeitsplätzen.
• Wirtschaftsgebiet „Gauß’scher Bogen“ in Bispingen: Größe: 18 Hektar; Freifläche: 14 Hektar. Das Gebiet befindet sich seit wenigen Monaten in der Erschließung. Die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten ist für Mitte 2018 geplant. 2017 wurden in Bispingen bereits sieben Grundstücke reserviert sowie ein Vertrag zur Erweiterung eines dort bestehenden Unternehmens geschlossen.
• Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wirtschaftsregion-nordheide.eu.