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"Stoppt den Lkw-Nerv"

Früher fuhren solche Container-Transporter kaum durchs Alte Land, nach der Öffnung der Umgehung in Finkenwerder immer öfter
bc. Altes Land. Gepöbel, Gehupe, eindeutige Gestiken, aber auch Zustimmung, Unterstützung und Verständnis: Wenn die Mitglieder der Initiative "Verkehrsflut" die Straßen im Alten Land mit ihren Autos und Traktoren blockieren, haben sie alle erdenklichen Reaktionen schon erlebt. Kommentare wie "das bringt doch nichts" oder "habt ihr nichts besseres zu tun" gehören da noch zur harmloseren Sorte. Ab und an reckt aber auch ein Autofahrer den Daumen aus dem heruntergekurbelten Seitenfenster und ruft ihnen zu: "Weiter so!"

Am Mittwoch machten die "Verkehrsflut"-Mitglieder wieder Ernst und stellten ihre Traktoren und Pkw in Mittelnkirchen auf die L140 und in Grünendeich auf die K39.

Ihr Antrieb: den Container-Transportverkehr, der seit der Öffnung der Finkenwerder Ortsumgehung drastisch angestiegen ist (das WOCHENBLATT berichtete), aus dem Alten Land zu verbannen. Bemerkenswert war am Mittwoch die Tatsache, dass besonders in Grünendeich kurz nach Beginn der Aktion kaum noch ein Lkw den Engpass passieren wollte. "Das war schon verwunderlich", sagte Mitstreiter Rainer Ebeling.

Seine These: Die Lkw-Fahrer sind so gut vernetzt, dass sie sich untereinander vor dem Nadelöhr am Deich gewarnt haben. Denn teilweise waren entgegenkommende Sattelzüge aufgrund des Slalomparcours so ineinander verkeilt, dass es Minuten dauerte, bis sie weiterfahren konnten.

Dass der Lkw-Verkehr während der mehrstündigen Aktion spürbar abgenommen hat, darf die Initiative durchaus als Erfolg werten. Täglich wird es solche Aktionen aber mit Sicherheit nicht geben.

Explizit wollten die Bürger nicht den Berufsverkehr am Morgen treffen. Deshalb setzten sie die Aktion von 10 bis 15 Uhr an.