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Geflügelhof "Schönecke" baut neuen Freilandstall

In der Dämmerung verschwinden die Legehennen im "Wintergarten" des Stalls.
bc. Neu Wulmstorf/Ardestorf. Henner Schönecke ist verblüfft über die Kritik an seinem geplanten Freilandstall für 20.000 Legehennen. Der Landwirt aus Elstorf-Fliegenmoor lud zu einer Bürgerversammlung, um seine Pläne transparent zu machen. Bereits im Vorwege meldeten sich die Neu Wulmstorfer Grünen zu Wort. "Ich bin entsetzt, dass wir als Politiker auf diesem Weg nur zufällig vom Bau eines so großen Stalls erfahren", meckert Fraktionschef Joachim Franke. Es sei doch damit zu rechnen gewesen, dass die Nachbarn nicht begeistert reagieren werden.

Bedenken gegen den Stall gebe es genug: Der Hähnchenmastbetrieb an der Moisburger Straße außerhalb Elstorfs, die Kompostieranlage Buxtehude-Ardestorf und der bestehende Geflügelhof der Schöneckes auf dem Taterberg führen schon jetzt zu teilweise unerträglichen Geruchs- und Lärmbelästigungen. Die Straßenverschmutzung durch den ländlichen Verkehr sei unzumutbar. Joachim Franke äußert den Verdacht, dass aus Angst vor der neuen Rot-Grünen Landesregierung noch schnell Tatsachen geschaffen werden sollten.

Henner Schönecke schüttelt heftig mit dem Kopf: "Den Bauantrag haben wir bereits im September vergangenen Jahres eingereicht. Das hat mit einem Regierungswechsel nichts zu tun." Seit er 1998 den ersten Freilandstall auf dem Taterberg gebaut hätte, sei es noch nie zu Beschwerden von Nachbarn über Gestank und Lärm gekommen, betont Schönecke.

Die Kritik der Grünen nimmt er ernst. Der Landwirt liefert aber auch Argumente, warum sich die Bürger keine Sorgen zu machen brauchen. Der neue 2.000 Quadratmeter große und 97 Meter lange Stall mit einer Auslauffläche von acht Hektar soll 300 Meter westlich neben dem alten Stall auf dem Taterberg gebaut werden - ca. 1,3 Kilometer von der Ardestorfer Ortsgrenze und den nächsten Häusern entfernt.

Der Hühnermist werde wöchentlich in der Ardestorfer Biogasanlage entsorgt, ohne dass er durch den Ort transportiert werden muss. Schönecke. "So wird die Geruchsbelästigung minimiert." In Sachen Futteranlieferungen will Schönecke nichts verheimlichen: "Statt derzeit 35 Lkw fahren künftig ca. 60 Lkw pro Jahr zu den Ställen", sagt er. Schon jetzt bezahle er teilweise für die Befestigung der Wirtschaftswege.

Henner Schönecke hofft, dass bald alle Bedenken ausgeräumt sind. In wenigen Monaten - sofern die Baugenehmigung vom Landkreis eingetroffen ist - will er mit dem Bau loslegen.

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