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Hollenstedt: Jugendtreff möchte in Erweiterungsgebäude der Estetalschule einziehen

Wollen den Jugendtreff in einen Anbau der Estealschule integrieren: Jugendtreffleiter Oliver Bozic (li.) und der Vorsitzende des Fördervereins Jugendtreff Ingo Schwarz (Foto: mi)
mi. Hollenstedt. Seit 2008 ist ist das Jugendzentrum in Hollenstedt in Containern auf dem Schulhof der Estetalschule untergebracht. Was als Verlegenheitslösung begann, funktioniert so gut, dass Schule und Jugendzentrum die Nachbarschaft nicht mehr missen wollen. Im Gegenteil, es gibt vielfältige Kooperationen. Um die Zusammenarbeit in Zukunft noch weiter auszubauen, macht der Vorsitzende des Fördervereins Jugendtreff, Ingo Schwarz, jetzt einen interessanten Vorschlag. Seine Idee: Den Jugendtreff in einen Anbau der Oberschule integrieren.
Vieles spricht dafür, dass die Estetalschule in naher Zukunft erweitert werden muss. Hintergrund: Derzeit nutzt die Schule noch die Räume der benachbarten Grundschule „Glockenbergschule“. Dort soll allerdings zum Schuljahr 2018/19 ein offenes Ganztagsangebot eingeführt werden (das WOCHENBLATT berichtete). Kommt der Ganztag, braucht man an der Glockenbergschule höchstwahrscheinlich alle Räume selbst. Derzeit laufen deswegen Gespräche zwischen Landkreis und Schule. Demnach verzichtet die Estetalschule bereits zum Schuljahr 2018/19 auf die Nutzung von vier Klassenräumen, einem Lehr- und einem Vorbereitungsraum. Das bedeutet: Mittelfristig muss die Estetalschule erweitert werden. Als Erweiterungsfläche kommt dabei eigentlich nur der derzeitige Standort der Jugendtreff-Container in Betracht. „Wir wollen hier nicht weg“, sagt dazu Ingo Schwarz, Vorsitzender des Fördervereins. Er schlägt statt eines Umzugs eine andere Lösung vor: Demnach sollten beim Anbau für die Schule auch Räume für den Jugendtreff eingeplant werden. Schwarz: „Wir wollen nicht umziehen, sondern umbaut werden“. Auch Jugendtreffleiter Oliver Bozic unterstützt die Idee. „Ich arbeite schon jetzt vielfältig mit den Lehrern zusammen, so bieten wir einen eigenen Mittagstisch, mit dem wir der Schule Kinder abnehmen, die etwas intensiver betreut werden müssen“, erklärt der Erzieher. Zum täglichen Miteinander gehörten außerdem Hausaufgabenhilfe im Jugendtreff und Problemansprachen an Schüler. Oliver Bozic: „Schule, Schüler, Jugendtreff und Jugendliche profitieren von dieser Nähe. Ich kann die Schüler zum Beispiel auf ganz anderen Eben ansprechen, als das Lehrer könnten.“ Ingo Schwarz ergänzt: „Letztlich haben wir hier das, was Fachleute immer fordern: Einen ganzheitlichen Ansatz in der Jugendhilfe, der alle Akteure - Schule, offene Jugendarbeit und Eltern - mit ins Boot nimmt.“ Dabei seien diese Strukturen nicht einmal geplant gewesen, sondern durch jahrelangen Austausch und Engagement auf beiden Seiten gewachsen.
Beim Landkreis Harburg bestätigt Kreissprecher Bernhard Frosdorfer, dass in der Estealschule mittelfristig neue Räume geschaffen werden sollen. Zunächst soll dem Raumbedarf durch die Aufstellung von Containern, später dann durch einen Erweiterungsbau Rechnung getragen werden. Die Erweiterungsfläche wäre dabei in der Tat der Standort des Jugendtreffs. Dazu Frosdorfer: „Wir wissen, dass es auch Wunsch der Schule ist, dass der Jugendtreff bleibt. In den konkreten Planungen wird der Kreis versuchen, dieses zu berücksichtigen und mit allen Akteuren eine gangbare Lösung suchen.“
Ingo Schwarz hofft auf das Verständnis des Kreises. Schwarz: „Wir haben hier die große Chance, diese im Kreis wohl einmalige Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendarbeit auch räumlich auf ein neues Fundament zu stellen.“