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"Der Landkreis misst nicht mit zweierlei Maß"

mi. Landkreis. „Der Landkreis Harburg misst beim Thema Windvorranggebiete nicht mit zweierlei Maß, sondern kommt für unterschiedliche Fallkonstellationen zu unterschiedlichen Ergebnissen.“ Mit dieser Aussage von Kreissprecher Bernhard Frosdorfer reagiert die Kreisverwaltung auf einen WOCHENBLATT Artikel vom vergangenen Samstag, in dem Windkraftkritiker und Vogelschützer Wilhelm Hartmann dem Landkreis vorwarf, dass er im Bereich Elbmarsch wegen Greifvogelvorkommen kein Windvorrangebiet ausweise, im Bereich Neu Wulmstorf, obwohl es dort laut Hartmann ebenso viele, wenn nicht sogar mehr, windkraftsensible Vögel gebe, aber schon.
„Herr Hartmann ist kein Fachmann, ihm fehlt damit rein formal die Kompetenz für die Entscheidung, relevante Aussagen zu treffen“, stellt Frosdorfer klar. In der Sache sei der Standort in der Elbmarsch bei Tespe nicht mit dem in Neu Wulmstorf vergleichbar. Für ersteren lägen detaillierte gutachterliche Untersuchungen vor, die dann auch letztlich zum Ausschluss der Fläche geführt hätten. Das Gebiet bei Neu Wulmstorf erfülle diese Kriterien nicht, hier sei die Untere Naturschutzbehörde sogar mit Wilhelm Hartmann vor Ort gewesen, dennoch hätte kein Ausschlussgrund festgestellt werden können.
Wie geht es jetzt weiter? Dazu erklärt Frosdorfer: „Sollte es einen konkreten Antrag für den Bau einer Windkraftanlage geben, wird hier nochmal im Einzelfall ein Genehmigungsverfahren durchgeführt.“